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„Rund um das Stadttheater“ startet wieder

Torsten E. Günther (li.) und Julia Wiedemann

GIESSEN – Ein alter Bekannter kehrt kommenden Monat zurück: Das Radrennen „Rund um das Stadttheater“ in Gießen erfährt am 09. September eine Neuauflage. Fast unbemerkt ist das Rennen vor wenigen Wochen im Rennkalender des Bund Deutscher Radfahrer wieder aufgetaucht.

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Torsten E. Günther (li.) und Julia Wiedemann

Freuen sich auf das Gießener Traditions-Radrennen "Rund um das Stadttheater": Organisationsleiter Torsten E. Günther (li.) und Bundesliga-Fahrerin Julia Wiedemann. Foto: Dietel

„Egal wem ich erzähle, dass es wieder stattfindet, der erinnert sich an das Rennen und freut sich, dass wir es wieder machen“, sagt Torsten E. Günther von der Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck.

Seit der letzten Austragung im Jahr 2006 ist Günther in die Fußstapfen des früheren Frontmanns Valentin Lachmann getreten. Auch heute noch ist Lachmann eine wichtige Säule, wenn es um die Vorbereitungen auf dem schnellen 800-Meter-Oval über Johannesstraße, Neuen-Bäue, Südanlage und Goethestraße geht, beschreibt Günther, der vor einigen Jahren auch den Vereinsvorsitz von seinem Vorgänger übernommen hat: „Valentin kümmert sich mit seiner langen Erfahrung um den sportlichen Ablauf – um Pokale, Prämienrunden, Preisgelder und das Rennprogramm. Die Genehmigung der Veranstaltung und die Sponsorensuche sind meine Aufgabe“, sagt Günther, dem man bei seinen Ausführungen anmerkt, dass es bis hier hin bereits ein hartes Stück Arbeit war.

Über neue Idee zur Traditionsveranstaltung

„Mir ist wichtig, dass das Rennen wieder stattfindet. Es gibt einige Ideen, wie man das Rennen weiter aufwerten könnte, doch in der Kürze der Zeit konzentrieren wir uns auf das Wesentliche für dieses Jahr“, so Günther, der mit einer ganz anderen Veranstaltung in der Planung in das Frühjahr gestartet war und letztlich bei der Wiedergeburt der traditionellen Runde am Stadttheater landete. Im Gewerbegebiet Gießen-West hatte man Unternehmen gefunden, die sich für ein dortiges Rundstreckenrennen stark machen wollten. Nach einem ersten Ortstermin wurde jedoch schnell klar, dass dies nicht ohne umfangreiche Absperrungen und Sicherungen entlang der Rennstrecke zu machen sein würde. Bei der anschließenden Kostenermittlung zog man auch einen Vergleich mit den erforderlichen Maßnahmen der Stadttheater-Strecke. Günther weiter: Wir kamen zu dem Entschluss, dass wir uns dann auch eine Neuauflage von „Rund um das Stadttheater“ zutrauen könnten“.

Mut und Anerkennung

Mit der Zustimmung des Vorstandes machte sich der Organisationsleiter sogleich an die Sponsorensuche und fand eine Hand voll treue Förderer, die helfen sollen, das finanzielle Risiko im Rahmen zu halten. „Ich hoffe, dass wir nicht mehr allzu viele Überraschungen erleben“ sagt Günther, der für Maßnahmen wie Absperrungen, Beschilderungen und Umleitungen einige Tausend Euro zu stemmen hat. Dabei fallen, wie auch bei anderen hessischen Radrennen, erhebliche Kosten für Ampelabschaltungen oder Neuprogrammierungen an.

Für ihren Mut gebührt den Machern der RSG Gießen und Wieseck größte Anerkennung der heimischen Radrennfahrer und -fahrerrinnen, die zusammen mit nationaler Konkurrenz schon jetzt ein gutes Meldeergebnis für beispielsweise den „Großen Preis der Sparkasse Gießen“ und den „Preis der Zimmerei Kai Laumann“ verzeichnen. Neu im Programm ist ein Rennen für Jedermann ohne Rennlizenz, ein „Fette Reifen“-Rennen für Kinder und ein Eliterennen der Frauen.

Firmencup für wohltätigen Zweck

Die Daumen drückt Günther derzeit noch für das Starterfeld des „Firmencups“ bei dem jeweils die ersten drei Fahrer einer Firmenmannschaft gewertet und als Siegerteam für einen wohltätigen Zweck belohnt werden sollen. Mit dem „SV Sparkassen Fördercup“ des Hessischen Radfahrerverbandes gehen die Nachwuchsklassen mit Rennlizenz an den Start und lassen mit dem vielfältigen Rennprogramm fast vergessen, dass man auf ein Profirennen der Männer diesmal verzichtet. Für den Fortbestand einer Gießener Traditionsveranstaltung scheint aber auch so gut gesorgt. (sd)

 

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