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Bis zur Schmerzgrenze bei Marathon-DM

Christopher Platt

ST. INGBERT – Christopher Platt vom AMC Rodheim-Bieber hat Platz 39 bei der Deutschen Meisterschaft im Mountainbike Marathon im saarländischen St. Ingbert erreicht. Alexander Bietz vom Team toMotion Racing by blacktusk setzte dem Rennen und seiner Saison ein vorzeitiges Ende.

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Christopher Platt

Krämpfe und eine herunter gefallene Kette kosteten Zeit und Platzierungen: Christopher Platt kommt bei der Deutschen Meisterschaft im Mountainbike Marathon auf Rang 39. Foto: Platt

In der Vorwoche sicherte Christopher Platt bei seinem Heimrennen in Rodheim nach etwas mehr als einer Stunde und sehr schnellem Start den Heimsieg im Cross-Country-Rundstreckenrennen. Einen deutlich längeren Atem musste der Fahrer des Team DELTA-BIKE.DE auf der Marathon-Distanz beweisen.

Heruntergefallene Kette mit Folgen

Nach drei Stunden Fahrerzeit und 82 zurückgelegten Kilometern, verteilt auf zwei Runden, sicherte sich Tim Böhme vom Team Bulls den Deutschen Meistertitel im Mountainbike Marathon der Elitefahrer vor Markus Kaufmann (TB Neuffen – Team Centurion Vaude) und Jochen Käß (RSC Komet Ludwigsburg – Team Centurion Vaude).

Nationalkaderfahrer Christopher Platt kam vom Start weg gut in Tritt und war zu Beginn der ersten 41 Kilometer langen Runde unter den vordersten 15 Fahrern unterwegs. Eine herunter gefallene Kette kostete aber schon nach fünf gefahrenen Kilometern die gute Position und erforderte eine kräftezehrende Nachführarbeit, die sich später noch bemerkbar machen sollte.

Krämpfe kosten zusätzlich Zeit

Zahlreiche harte Antritte und Steigungen später und rund 30 Kilometer vor dem Ziel hatte sich Platt seine anfängliche gute Position wieder erarbeitet. Auf der ungewohnt langen Wettkampfdistanz von 82 Kilometer zeigte Platt unbändigen Willen seine Platzierung zu verteidigen, doch seine Beine quittierten mit Krämpfen rund 20 Kilometer vor dem Ziel den Dienst derart, dass Platt einige Minuten vom Rad steigen musste. Als die Verfolgung weitergehen konnte war die vordere Position zwar dahin, doch Platz 39 in der Klasse der Elitefahrer und Gesamtrang 57 bei rund 160 Startern war ein achtbares Resultat, das jedoch erneut die Frage aufwarf wie es wohl ohne technischen Defekt und dessen Folgen verlaufen wäre. „Die Lücke zu schließen hat viel Kraft und die späteren Krämpfe viel Zeit gekostet. Bis dahin hat es aber viel Spaß gemacht und ich war in der Verfolger-Gruppe der Spitze dabei“, zog Platt selbstkritisch Bilanz.

Bietz beendet Rennen und Saison

Etwas mehr Mühe für eine positive Formulierung seiner Bilanz musste sich Alexander Bietz vom Team toMotion Racing by blacktusk geben, der sich die DM im Mountainbike Marathon als einen Saisonhöhepunkt gesetzt hatte. Wie der Wettenberger Platt bemerkte auch der Biebertaler Bietz zum Ende der ersten Runde schnell schwindende Kräfte. „Da mir die Strecke jedoch viel Spaß machte, entschied ich mich dafür, noch in die zweite Runde zu gehen“. Trotz tadelloser Vorbereitung im Saisonverlauf war Bietz mit seiner Tagesform und der Motivation nach rund 50 Kilometern am Ende und entschloss sich zur Aufgabe des Rennens, das damit zugleich sein Saisonende sein sollte. „Eventuell werde ich noch bei meinem Heimrennen, dem Dünsbergmarathon am 05. Oktober, an den Start gehen. Dann jedoch ohne mir etwas vorzunehmen“, sagte Bietz zum Abschluss mit einem Augenzwinkern. (cp/abi/sd)

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