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Demonstration einer autofreien Innenstadt

GIESSEN – Verkehrswende-Aktivisten wollen am 3. Mai für Straßenbahnen und Fahrradstraßen in Gießen demonstrieren. Dafür ist ein autofreier Tag rund um den Oswaldsgarten mit vielen Aktionen und Informationen in Vorbereitung.

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Mit einer großen Aktion wollen Verkehrswende-Initiativen in Gießen für ihren Plan einer autofreien Innenstadt sowie umwelt- und sozial gerecht gestalteter Mobilität durch Fahrradstraßen und Straßenbahnen werben.

Am Freitag (03.05.) werden Neustadt und Teile des Pfarrgartens in ein großes Straßenfest verwandelt, um zu zeigen, dass eine autofreie Innenstadt lebenswerter ist. Zusätzlich wird der Kreuzungsbereich am Nachmittag zu den Zugankunftszeiten vollständig gesperrt, um den Fahrgästen und allen Fußgänger*innen das Überqueren in alle Richtungen zu ermöglichen: „Damit wollen wir für eine veränderte, fußgängerfreundlichere Ampelschaltung mit Rundum-Grün werben“, heißt es in den Ankündigungsflyern, die in diesen Tagen in der Innenstadt verteilt werden, damit sich Anwohner und Geschäftsleute auf die besonderen Verhältnisse des Veranstaltungstages einstellen können.

Freuen können sich laut Veranstalter auch Radfahrer, denn ab Ecke Bahnhofstraße bis zum Ende der Lahnbrücke/Rodheimer Straße haben sie an diesem eine Fahrspur als Fahrradstraße für sich allein. Daneben soll ein kleiner Straßenbahnnachbau rollen – als Werbung für den Bau einer RegioTram, die nach den Wünschen der Aktivisten am Oswaldsgarten die Bahnlinien von Gießen nach Marburg und zukünftig auch ins Lumdatal kreuzen würde. Straßenbahnen seien viel fußgängerfeundlicher und könnten deutlich mehr Menschen in die Innenstadt bringen als Busse und Autos zusammen. Das wäre in den Augen der Befürworter auch gut für die Geschäfte in der Innenstadt, die zusätzlichen Platz im Straßenraum und eine ruhigere Atmosphäre gewännen. (pm | Foto: Matthias Steinberger)

Zeitplan des Aktionstages

Die Aktionen am 3. Mai beginnen um 11.30 Uhr am Berliner Platz mit dem Friday for Future. Aktive Schüler hatten um eine Zusammenlegung der beiden Aktionen gebeten, weil das Thema Verkehrswende für den Klimaschutz von großer Bedeutung sei und so ein konkreter Handlungsansatz in die Schülerproteste aufgenommen werden könnte. Ab mittags werden dann in der Neustadt Kulturinitiativen und Künstler für Musik und Unterhaltung sorgen. Um 15 Uhr startet die erste große Fahrraddemo des Tages ab Pfarrgarten über Marktplatz, Berliner und Ludwigsplatz zur Nordanlage. Ein besonderer Zwischenstopp ist auf der Grünberger Straße geplant, bildet der dortige Abschnitt mit sieben Autospuren, komplett fehlenden Fahrradbereichen und zugeparkten, kaputten Fußwegen laut Veranstalter das anschaulichste Beispiel städtischer Fehlplanung.

Die Fahrraddemo endet am Oswaldsgarten. Dort stehen dann Infostände, es gibt Spiele, Fahrradwerkstätten, Musik und Kunst sowie ab 17 Uhr einen Polittalk, bei dem die eingeladenen Stadtparlamentsfraktionen ihre Position zu den vorgeschlagenen fünf Hauptforderungen autofreie Innenstadt, Fahrradstraßen, RegioTram, Uni-Seilbahn und Nulltarif verkünden können. Ebenfalls von 15 bis 21 Uhr sind die Fahrradstraßen geöffnet, Radler können vom Marktplatz zum Oswaldsgarten und dann über die Lahnbrücke auf eigenen Spuren in beide Richtungen fahren.

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