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„Der Hahn kann rennentscheidend sein“

Rad-DM in Baunatal/Edermünde

BAUNATAL/EDERMÜNDE – Die Organisatoren freuen sich über einen Melderekord für die Rad-DM in Baunatal/Edermünde. Im Rahmen der Sportpressekonferenz gaben der Frankfurter Felix Intra und Lokalmatador Roman Kuntschik eine persönliche Einschätzung zur Strecke der DM.

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Rad-DM in Baunatal/Edermünde

Auf gemeinsamer Streckenbesichtigung: Ingo Koch, früherer Militärweltmeister auf dem Rad, zeigte dem Jungprofi Felix Intra die 17-Kilometerrunde. Foto: heldmann-images

Bei der Sportpressekonferenz am Mittwoch im Baunataler Rathaus konnte BDR-Vizepräsiden Udo Sprenger einen Melderekord bekannt geben. Felix Intra vom Team Rad-net Rose, der die Strecke vor der Pressekonferenz mit dem Rad abfuhr, zeigte sich sehr beeindruckt.

Deutlich mehr als die nach dem Reglement maximal zugelassenen 200 Fahrer haben sich für das Rennen der Männer am Sonntag angemeldet. „Alle deutschen Spitzenfahrer sind dabei“, konnte Udo Sprenger verkünden. Darunter natürlich auch Titelverteidiger André Greipel, aber auch Publikumsliebling Jens Voigt hat seinen Start in Nordhessen angekündigt. Und Tony Martin, der bereits seit fünf Tagen bei der Tour de Suisse im Gelben Trikot fährt, wird nicht nur am Freitag im Einzelzeitfahren sondern auch am Sonntag am Start stehen.

Vielseitige Möglichkeiten

Neben den prominenten Namen werden auch viele der jungen Nachwuchsfahrer aus den deutschen Continental Teams auf dem 17 km-Rundkurs ihr Bestes geben. Einer aus dieser jungen Garde, Felix Intra aus Flörsheim bei Frankfurt, zeigte sich von der Strecke beeindruckt. „Das ist eine gute Mischung, die sowohl den Sprintern wie den Bergfahrern eine echte Chance bietet“, meinte er nach seiner Runde, auf der er vom ehemaligen Militärweltmeister Ingo Koch vom KSV Baunatal begleitet wurde. Der Anstieg „Am Hahn“ in Edermünde-Holzhausen erinnert Intra an den berühmt-berüchtigten Mammolshainer Berg im Taunus. „Wenn es einer kleinen Gruppe gelingt, diese steile Rampe für eine Flucht zu nutzen, könnte auch ein Außenseitersieg drin sein“, schätzte Felix Intra ein.

Rad-DM in Baunatal/Edermünde

Informierten während der Sportpressekonferenz: (von links) Udo Sprenger (BDR-Vizepräsident), Ralf Pfeiffer (Sportlicher Leiter), Roman Kuntschik (Regio-Team Nordhessen), Karl-Heinz Färber (Bürgermeister Edermünde), Felix Intra (rad-net Rose Team), Franz Walter (Sportlicher Leiter) und Manfred Schaub (Bürgermeister Baunatal). Foto: heldmann-images

Der derzeit erfolgreichste nordhessische Rennradler Roman Kuntschik vom Regio-Team, der dank dreier Siege bei Tagesveranstaltungen unter den besten 100 der deutschen Rangliste steht und damit eine Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaften sicher hat, bestätigte die Einschätzung des Jungprofis. „Ganz entscheidend wird auch der Wind sein“, ergänzte er. „Am liebsten hätte ich trockenes Wetter bei etwas über 20 Grad und Windstille.“ Das, so meinte Organisationsleiter Klaus-Peter Metzt, könnten die Veranstalter leider nicht garantieren, aber ansonsten würden sie alles tun, um den Sportlern beste Bedingungen zu bieten.

Liveerlebnis verlockend

Das große Interesse der deutschen Radelite am Rennen am Samstag begründet sich vermutlich auch in der Tatsache, dass das Hessische Fernsehen es in voller Länge als Stream im Internet und die letzten beiden Stunden auch live im TV übertragen wird. Hinzu kommen noch geplante Berichte in den Sportsendungen der ARD. Aber auch über die übrigen Rennen am Freitag und Samstag wird es bewegte Bilder im Fernsehen geben, denn neben dem HR hat sich der ebenfalls Radsport-erfahrene MDR angekündigt. Trotzdem, so Stephan Wassmuth, der zweite Organisationsleiter, sollten die Zuschauer an die Strecke kommen. „Das Liveerlebnis kann durch nichts ersetzt werden.“ Besonders interessante Punkte an der Strecke sind neben dem „Hahn“ in erster Linie der Bereich um Start und Ziel am Baunataler Parkstadion, aber auch der Ortsausgang von Edermünde-Besse am Ende des letzten Anstiegs vor der langen Zielgerade.

Einzelzeitfahren bis in den Abend

Ralf Pfeiffer, einer der beiden sportlichen Leiter, zeigte sich über das große Interesse der Radsportler sehr erfreut, auch wenn ihn dies vor einige organisatorische Herausforderungen stelle. So bedeute der hohe Meldestand für die drei Einzelzeitfahren der U 23-Fahrer, der Frauen und der Männer am Freitag, dass die Zuschauer den amtierenden Zeitfahrweltmeister Tony Martin vermutlich erst deutlich nach 20 Uhr auf der Strecke sehen werden.

Großes Interesse gibt es an dem erstmals im Rahmen einer DM integrierten Wertungsrennens der Deutschen Jedermannmeisterschaft. Für den German Cycling Cup am Samstag im Anschluss an das Rennen der Frauen ist das avisierte Teilnehmerlimit von zusammen 600 Startern über die beiden angebotenen Distanzen fast erreicht.

Übrigens, Felix Intra nutzte die Pressekonferenz nicht nur, um sich ein Bild von der Strecke zu machen, sondern auch zum Training. Denn er legte anschließend die rund 200 km zwischen Baunatal und Flörsheim auf dem Rennrad zurück. (pm)

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