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Mitsprache bei Busecker Radwege-Planung

Radwege-Planung in Buseck

BUSECK – Eine Versammlung mit Vorbildfunktion für andere Gemeinden fand kürzlich in Buseck statt: Bürgermeister Dirk Haas hatte die Bevölkerung zur Mitwirkung bei der Radwegeplanung eingeladen.

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Busecks Bürgermeister Dirk Haas (SPD) hatte die Bevölkerung zur Radwegeplanung eingeladen und viele Radfahrer, aber auch andere Nutzer der Radwege waren gekommen.

Radsportler, Fahrradfahrer, Anwohner der Gemeinde, Spaziergänger, Ortsvorsteher der Gemeinde und Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC Gießen und des Bauernverbandes waren der Einladung zur Radwege-Planung gefolgt.

Gerade einmal drei Monate im Amt, hat sich Bürgermeister Dirk Haas bereits in allerlei Projekte eingearbeitet, die schon vor seinem Amtsantritt begonnen wurden. Bei der Planung des Radwege-Ausbaus in seiner Gemeinde war für ihn selbstverständlich, dass er dies mit der Bevölkerung besprechen wolle. „Die Nutzer der Radwege sind schließlich nicht die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, sondern die Öffentlichkeit.“, sagte Haas zu Beginn der Besprechung.

Vorhandene Wege ausbauen und besser nutzbar machen

Da das Radwege-Konzept im Landkreis Gießen derzeit überarbeitet wird, hörte sich der Bürgermeister die Meinung und Ideen aus der Bevölkerung an und ließ sich von den Teilnehmern angefertigte Skizzen und Vorstellungen erläutern. Er hatte aber auch selbst Vorschläge mitgebracht, die er der Versammlung erläuterte. So sei es seiner Meinung nach am sinnvollsten, vorhandene Radwege auszubauen, in Radkarten aufzunehmen und damit stärker zu nutzen, statt sich ganz neue Streckenführungen zu überlegen.

Der bereits vorhandene Radweg R7 zwischen Trohe und Großen-Buseck sei bereits ideal gelegen – seine Oberfläche für eine Alltagsnutzung jedoch derzeit noch nicht geeignet. Die Decke aus in die Jahre gekommenen Pflasterseinen in Trohe und ein bisher nicht asphaltierter Abschnitt auf dem Weg nach Buseck sollen deshalb erneuert beziehungsweise asphaltiert werden. Eine existierende zweite Route, die bereits gut ausgebaut ist aber stärker von anderen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, sah man als erhaltenswerte Alternative an.

Busecker Radrundweg kommt

Persönlich nicht ganz so überzeugt äußerte sich der Bürgermeister über Überlegungen einen Radweg entlang der Bundesstraße B49 zwischen Buseck und Gießen zu planen. „Das würde sicherlich ein sehr teures Projekt, das einige Über- oder Unterführungen bräuchte“, so Haas. Offene Worte fand er auch für ein weiteres Radwegeprojekt in der Gemeinde: Der vor sechs Jahren beschlossene rund 15 Kilometer lange Radrundweg um und durch die Gemeinde sei nach dem Beschluss in die Schublade statt zur Umsetzung gekommen. Neu-Bürgermeister Haas hatte ihn kurz vor der Versammlung im Gemeinde-Archiv gefunden und die baldige Umsetzung betont. Er solle in kürze auch in die Radwanderkarte des Landkreises aufgenommen und mit neuen Schildern und einem Logo gekennzeichnet werden.

Hohe Kosten für Radrennsportler

Ein Vertreter des Radsportbezirk Lahn erläuterte die Schwierigkeit für Vereine Radrennen auf öffentlichen Straßen zu veranstalten und nannte am Beispiel der aktuell anstehenden Bezirksmeisterschaft der Straßenradsportler kaum zu stemmende 8.000 Euro für Absperrmaßnahme zur Absperrung eines geplanten Radrenntages auf einem überörtlichen Rundkurs zwischen Burkhardsfelden, Oppenrod und Albach.

Appel an gegenseitige Rücksichtnahme

Vertreter des Bauernverbandes erinnerten an die notwendige gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Radfahrern, Fußgängern und Landwirten, die an einigen Stellen in der Gemeinde gemeinsame Wege nutzten und im vergangenen Jahr einige Male derart aneinander geraten waren, dass die Polizei einschreiten musste.

Alles im Griff hatte hingegen Bürgermeister Dirk Haas bei der Radwege-Planung mit der Bevölkerung, die nach etwas über einer Stunde mit der Besprechung kleinerer Anregungen in der örtlichen Verkehrsführung einvernehmlich zu Ende ging. (sd | Foto: Dietel)

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