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Schütz und Droste erobern den Norden

Jan-Niklas Droste (li.) und Moritz Schütz (Mitte)
MAGDEBURG/BREMEN/ NORDERSTEDT – Moritz Schütz aus der Rennsport-Sparte der RV Gießen-Kleinlinden und sein Trainingskollege Jan-Niklas Droste vom MLP Radteam haben ihren geographischen Wirkungskreis erweitert und dabei eine erfolgreiche Spur von Magdeburg über Bremen bis nach Norderstedt bei Hamburg gezogen.
Jan-Niklas Droste (li.) und Moritz Schütz (Mitte)

Mit erfolgreicher Taktik: "Edelhelfer" Jan-Niklas Droste (li.) kommt beim Sieg von Moritz Schütz auf Rang drei. Foto: Sadowsky

Auf ihrer dreitägigen Tour gen Norden mischten die beiden Höchstliga-Amateure zunächst im Profipeloton mit und konnten im Duell mit der Norddeutschen Konkurrenz scheinbar jede gewünschte Platzierung erreichen.

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Bei 45 Runden (72 km) auf Kopfsteinpflaster „Rund um den Magdeburger Dom“ bildete sich gleich nach dem Start eine Spitzengruppe, in der Tour-de-France-Etappensieger Marcus Burghardt vom BMC Racing Team als gefährlichster Kandidat auf den Tagessieg vertreten war. Das erkannte jedoch auch das Hauptfeld und konnte den Vorsprung bis zum Zusammenschluss schrumpfen lassen.

Spitzengruppe mit Profis

Von dieser Attacke und der Nachführarbeit animiert, peitschten die Zuschauer auch die zur Hälfte der Rennens folgende Ausreißergruppe nach vorne, in der sich Kleinlindens Moritz Schütz unter anderem mit den Profis Danilo Hondo (Lampre-Isd) und Marcel Kittel (Argos-Shimano) befand und einen Vorsprung von maximal 30 Sekunden herausfahren konnte. Doch auch diese Flucht wurde vom rasenden Feld bald wieder vereitelt.

Schütz bester Amateur in Magdeburg

Hohes Tempo in den letzten zehn Runden ließ dann erneut eine Lücke an der Spitze entstehen, aus der sich eine 13-köpfige Spitzengruppe mit Schütz und Droste entwickelte. In einem packenden Sprintfinale sicherte sich Jan-Niklas Droste den Tagessieg der U23-Fahrer. Hinter Elitesieger Hondo, Kittel, Fabian Wegmann (Garmin-Barracuda), Marcus Burghardt und Eric Baumann (Urkrostitzer Univega) schaffte es Moritz Schütz als bester Amateur hinter der Profispitze auf Rang sechs.

Souverän bei „3. Bremen-Challenge“

Mit rauem Wind hatten und 70 ausgewählten Startern, darunter das Team von „Sparta Prag“, hatten es Schütz und Droste am Folgetag bei der „3. Bremen-Challenge“ über 40 Runden (60km) zu tun.

Schon früh versuchten Droste und Schütz das Kommando zu übernehmen und sicherten sich die ersten Prämiensprints. Auf der schnellen Runde gelang es zunächst keinem Fahrer sich abzusetzen. Kurz vor Schluss setzten die Gießener dann aber eine vorentscheidende Attacke, mit der sie eine kleine Spitzengruppe initiieren konnten. In einer schnellen Absprache beschlossen sie, dass Droste den Sprint von vorne anfahren und Schütz seine Kräfte für den Schlussspurt mobilisieren sollte. Das Duo konnte sein Vorhaben nahezu planmäßig umsetzen und Schütz sprintete vor Bremer Publikum zu seinem vierten Saisonsieg; dem zweiten Sieg in einem Rundstreckenrennen. Einzig der Tscheche Martin Hunal schaffte es, sich auf Rang zwei zwischen Schütz und Droste zu setzten, der in der Rolle des „Edelhelfers“ Dritter wurde. Dass Schütz im vorangegangenen Derny-Rennen mit motorisiertem Tempomacher Platz drei und Droste Rang vier erreicht hatte, rückte dabei unweigerlich in den Hintergrund.

Frühe Vorentscheidung bei „1. Norderstedter Stadtrennen“

Noch etwas weiter nach Norden brachte die beiden das „1. Norderstedter Stadtrennen“ für dessen 60 Starter 55 Runden (77km) und zahlreiche Punktesprints veranschlagt waren.

Mit einsetzendem Regen und häufigen Richtungswechseln kam es bereits in der zweiten Runde zu einem größeren Sturz im Hauptfeld. Die dadurch entstandene Unruhe nutzen Droste und Schütz für eine harte Tempoverschärfung, der nur Ole Quast vom Harvestehuder RSV / Stevens Racing Team, einer der erfolgreichsten deutschen Radcross-Fahrer, folgen konnte. Das Trio harmonierte gut und konnte die ersten Wertungen einstreichen. Später gelang es acht Verfolgern zu dem Trio aufzuschließen. In den folgenden Wertungen konnten Droste und Schütz jedoch trotz der gewachsenen Zahl an Gegnern weiter Punkte sammeln und am Ende die Plätze zwei und drei erreichen. Der Sieg ging an Ole Quast, der den Erfolg seinem am Freitag plötzlich verstorbenen Freund und Trainingskollegen Jan Robin Reikowski (22) widmete. (mo/sd)

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