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„Tür zur Tour“ (3): Hitze, Hagel, Höhenmeter

"Tür zur Tour" (3)

ANDORRA – Eine Tour der Extreme erlebte Jan-Niklas Droste schon in der ersten Woche der Tour de France. Hitze, Hagel und massig Höhenmeter ragen am Ruhetage aus seinem Rückblick auf die erste Tour-Woche hervor.

Mit Beginn der 103. Tour de France gibt der ehemalige Gießener und Ex-Radprofi Jan-Niklas Droste für die Nutzer von Radsportnachrichten.com mit der Serie „Tür zur Tour“ einen Einblick in seine Arbeit im Medical Team der deutschen Mannschaft Bora-Argon 18. Er öffnet damit die Tür zur Tour und liefert interessante Impressionen. (sd | Foto: Jan-Niklas Droste)

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Von Jan-Niklas Droste:

Neun Etappen, fast die Hälfte der Kilometer der diesjährigen Tour de France, drei Länder und unvorstellbar viele Höhenmeter liegen hinter den Fahrern am heutigen ersten Ruhetag. Nach dem Grand-Depart ging es über lange Etappen mit großen Schritten Richtung Süden. Ein kurzer Abstecher ins Zentralmassiv am vergangenen Mittwoch stand im Weg der Fahrer bevor die Strecke Richtung Pyrenäen verlief.

Auch für mich, der die Berge im Auto zurücklegt – und bei einigen Bergen war ich sehr sehr froh darüber – bot sich eine phänomenale Kulisse mit wunderschönen Landschaften und toller Stimmung! Zuschauermassen über Kilometer säumten die Strecke und feuerten die Fahrer an, die Strapazen der ersten richtigen Bergetappen in Frankreich, Spanien und nun Andorra zu überstehen.

Für uns war es bis jetzt eine gute erste Woche. Wir hatten fast jeden Tag einen Fahrer in der Spitzengruppe, Paul hat das Sprinttrikot getragen, Shane, der eigentlich Sams Anfahrer ist, konnte im Sprint selbst auf Platz zehn fahren und Emu hat sich im Hochgebirge sehr gut geschlagen, sodass er heute den „freien“ Tag auf Platz 22 der Gesamtwertung in Andorra genießen kann.

Sam, der am ersten Tag schwer gestürzt ist, hat sich durch die erste Woche gequält und eine unglaubliche Willenskraft gezeigt! Die nächsten Tage werden hoffentlich etwas einfacher, sodass die Fahrer ein bisschen Kraft schöpfen können bevor es in die Alpen geht.

Morgen geht es aber vom Start weg erst einmal einen schweren Anstieg hinauf bevor die Fahrer und der Tour-Tross die Pyrenäen verlassen und Richtung Nordwesten weiterfahren. Voraussichtlich werden die Sprinterteams auf den kommenden Etappen ihre Chance suchen den Sieg unter sich auszumachen – letztlich ist das bei der Tour aber nie genau zu sagen…

Wer gestern den Zieleinlauf der ersten schweren Bergankunft in Andorra Arcalis gesehen kann sich wahrscheinlich vorstellen was dort los war. Die Etappe war mit mehreren Bergen der ersten Kategorie und dem Schlussanstieg der HC-Kategorie super schwer und das bei teilweise weit über 30 Grad im Schatten. In dem Kessel auf 2.240 Metern Höhe warteten wir dann auf die Fahrer als das Unwetter losbrach. Zuerst freuten sich alle über die Abkühlung, bis dann der Hagel einsetzte und es so stark regnete, dass es auf dem freien Feld nicht einmal mehr half sich unter die Pavillons der Fernsehteams zu stellen. Wir waren dann genauso nass wie die Jungs die ins Ziel kamen… Das gehört beim Radsport aber auch dazu und hat die Etappe sicher nochmal spannender gemacht! 😉

Drückt uns weiter die Daumen, dass alle gut durch die nächsten Etappen kommen und wir „nebenbei“ noch ein paar Erfolge feiern können!

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