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Viktor Slavik schafft den Hattrick in Hungen

Viktor Slavik. Foto: Stephan Dietel

HUNGEN – Einen Dreifacherfolg bei den Senioren, im Jedermannrennen und bei den Elitefahrern hatte die neunte Auflage von „Rund um die Europawoche“ bei hochsommerlicher Hitze in Hungen zu bieten.

Die neunte Austragung des Radrennens „Rund um die Europawoche“ war zweifellos die wärmste aller bisherigen Austragungen: für die Helfer der beiden Radsportvereine, der RVG Hungen und RVG Rockenberg, für die Zuschauer und natürlich die Fahrer.

Auch die Rennleitung auf dem Zielrichterwagen keuchte unter den hohen Temperaturen an der langen und schnellen Start-Ziel-Gerade für die das Rennen bekannt ist. Die Felder der einzelnen Rennen waren gut besetzt und in allen drei Rennklassen waren bekannte Namen dabei, wenngleich man im Eliterennen die Armada heimischer Starter wie in den Vorjahren vermisste.

Finale für Jedermann-Rennserie

Das Treppchen im Jedermannrennen sicherten sich drei Fahrer vom Team Rheinhessen. Carsten Weigert, Dennis Scheerbarth und Marco Lenck fuhren gleichermaßen jubelnd über den Zielstrich. Ihre Arbeit während des gesamten Rennens wurde erst mit dem erfolgreichen Zielsprint belohnt. Dahinter lieferten sich die Führenden des Stringendo Bike Cup einen harten Kampf um den Sieg dieser erstmalig ausgetragenen Gesamtwertung, die aus den Resultaten der Rundstreckenrennen in Breidenbach, Dautphe und Hungen ermittelt wurde. Obendrein wurden die ersten Drei mit einem Gutschein über 250, 150 und 100 Euro der Firma Stringendo Radsport aus Nidda ausgezeichnet.

Santo, Böll und Bösser gewinnen Stringendo Bike Cup

Die Elite-Wertung gewann Marc Santo aus Lahnau vor Julius Hoffmann aus Buchenau und Christian Zeman aus Homburg. Oliver Böll vom RV Gießen-Kleinlinden hatte bei den Senioren das bessere Ende für sich und gewann den Stringendo Bike Cup vor Dirk Rademacher aus Cyriaxweimar und Erik Atkinson vom RV Blitz Spich. Die Frauenwertung des Stringendo Bike Cups gewann Manuela Bösser vor Heidi Haffner (beide RSG Buchenau) und Barabara Könn aus Koblenz. Den Tagessieg bei den Frauen holte sich Silvia Trauth von der RSG Frankfurt. Erfreulich für den Mitveranstalter RVG Rockenberg war die Teilnahme seines Nachwuchsfahrers Frederik Starke aus Geiss-Nidda, der nach beruflich bedingter Pause wieder ins Renngeschehen eingreift, ein beherztes Rennen fuhr und auf Platz 20 klassiert wurde.

Dirk Kessler. Foto: Stephan Dietel

Verlor seinen Platz in der Spitzengruppe durch einen Sturz: Seniorenfahrer Dirk Kessler von der RVG Rockenberg. Foto: Stephan Dietel

Dritter Slavik-Sieg in Folge

Im als Kriterium ausgefahrenen Rennen der Seniorenklassen II, III und IV um den Preis der Ovag-Gruppe errang Viktor Slavik aus Kassel den Hattrick. Wie in den vergangenen Jahren startete er im ersten Drittel des Rennens den entscheidenden Vorstoß. Gemeinsam mit fünf Mitstreitern bildete er eine Ausreißergruppe, zu der auch Lokalmatador Dirk Kessler aus Echzell vom RVG Rockenberg gehörte. Durch einen Sturz verloren drei Fahrer den Anschluss zur Kopfgruppe, unter ihnen auch Dirk Kessler. Die drei verbliebenen Fahrer, Viktor Slavik, Heiko Gericke vom SSV Ulm und Frank Meeßen vom RSV Düren, harmonierten gut und konnten nicht mehr eingeholt werden. Als bester Sprinter, Punktesammler und sicherer Sieger erwies sich Viktor Slavik, der das Rennen vor Heiko Gericke und Frank Meeßen gewann. Bester Senioren-IV-Fahrer wurde als gesamt Elfter Gerhard Hack aus Frankfurt.

Tagessieg für Blatz, Superprämie für Arndt

Bei den Amateuren der Eliteklasse ging der Sieg im Kriterium über 45 Runden (=63km) um den Preis der Fachklinik Dr. Herzog aus Bad Salzhausen mit Thorsten Blatz zum dritten Mal an einen Fahrer des RSC Betzdorf. Er hatte sich im Verlauf des Rennens mit Stefan Arndt aus Melsungen und Julius Reinhold aus Weende vom jagenden Feld abgesetzt, die in dieser Reihenfolge auch das Podium unter sich ausmachten. Dabei erkämpfte sich Stefan Arndt zusätzlich die Superprämie von 100 Euro, die Dr. med. Alexander Herzog für den aktivsten Fahrer ausgelobt hatte. Durch zahlreiche attraktive Prämien blieb das Rennen stets schnell und abwechslungsreich. Dies kam auch bei der erzielten Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,5 Kilometer über die 63 Kilometer Renndistanz zum Ausdruck, was bei der bereits erwähnten Hitze von deutlich über 30 Grad im Schatten beeindruckend ist.

Insgesamt war die Veranstaltergemeinschaft aus RVG Rockenberg und RVG Hungen mit der neunten Auflage des Renntages sehr zufrieden; man hätte sich aber mehr Zuschauer an der Strecke gewünscht. (pm | Fotos: Stephan Dietel)

Eine Bilderstrecke vom Renntag finden Sie hier.

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