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Wimpernschlag von Titelverteidigung entfernt

ST. JOHANN/TIROL – Zum Airport-Sprint im Rahmen des Weltpokals war Axel Goers von der RSG Gießen und Wieseck als Vorjahressieger angereist. Die Titelverteidigung war das erklärte Ziel, doch lediglich ein Wimpernschlag machte das Podium aus.

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Der Airport-Sprint beim Masters Weltpokal wird jährlich auf der Start- und Landebahn auf dem Flugplatz von St. Johann in Tirol ausgetragen. Dabei handelt es sich um ein 1.000 Meter Einzelzeitfahren mit Wendepunkt.

Dieses Jahr galt es für Axel Goers von der RSG Gießen und Wieseck den Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Das hätte bei dem geringen Zeitabstand zum Sieger, Uwe Staude-Hausbold aus Deutschland, auch fast geklappt. Mit am Start waren außerdem starke Fahrer aus den Niederlanden und Australien.

Über den Weltpokal

Seit über 50 Jahren wird in St. Johann in Tirol ein einwöchiges Radsport-Event angeboten. Früher als offizielle UCI Masters Weltmeisterschaft, da bis vor einigen Jahren hier auch der Weltradsportverband UCI involviert war. Dieser stieg aber aus und es wurde seitens des Veranstalters ein eigener Verband gegründet, der WMCF. Bei  dessen Rennen darf aber nach wie vor nur mit UCI-Lizenz gestartet werden. So ist man bei einem Sieg nicht offizieller UCI- Weltmeister sondern Gewinner des Weltpokals. Ein Trikot mit Weltmeisterstreifen gibt es dennoch und das Teilnehmerfeld ähnelt stark dem aus UCI-Zeiten.

„Die Schwierigkeit bei den 1.000 Metern fängt bei der Materialauswahl an. Aufgrund der 180-Grad-Wende nach der Hälfte der Distanz muss wieder voll angefahren werden. Hier hätte ein leichtes Straßenrad gegenüber einer Zeitfahrmaschine einen Beschleunigungsvorteil. Nur leider ist dann das Rennen noch nicht zu Ende, bei den letzten 300 Metern schießt einem das Laktat voll in die Beine und trotzdem heißt es, das Tempo hochzuhalten“, beschreibt Goers die Materialwahl und den Rennablauf.

Der Bruchteil von 0.18 Sekunden fehlte für Axel Goers letztlich zu Titelverteidigung, der damit achtbarer Zweiter wurde. Alleine die ersten fünf Plätze in Goers‘ Rennklasse lagen innerhalb einer Sekunde, was die Leistungsdichte und Besonderheit dieser Disziplin verdeutlicht, in der es auf jedes Detail ankommt.

Auszug aus der Ergebnisliste

1. STAUDE-HAUBOLD, Uwe (GER), 1:28.96 Minute
2. GOERS, Axel (GER), 1:29.14 Minute, +0.18 Sekunde
3. VAN Triest, Wim (NED), 1:29.72 Minute, +0.76 Sekunde
4. NAGEL. Hansgeorg (GER), 1:29.77 Minute, +0.81 Sekunde
5. BRAY, Andy (AUS), 1:29.90 Minute, +0.94 Sekunde
6. SPITZBART, Jens (GER), 1:30.35 Minute, +1.39 Sekunde

(Text: pm/sd | Foto: Axel Goers)

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