Spenden-Radtour

44. Tour der Hoffnung startet mit ihrem Prolog im Landkreis Gießen

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GIESSEN – Der Prolog der Tour der Hoffnung im Landkreis ist eine jährliche Tradition, die sich am Donnerstag (06.08.) wiederholt: Zwischen 9 und 17 Uhr sind Heuchelheim, Lollar, Staufenberg, Reiskirchen und Lich die Stationen der knapp 60 Kilometer langen Runde. Start und Ziel ist in Gießen. Wir blicken auf den Zeit- und Streckenplan des Prologs und die weitere Fahrt, die diesmal bis nach Leipzig führt.

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Die Tour der Hoffnung beginnt traditionell mit einem Prolog im Landkreis Gießen, bevor es in eine jährlich wechselnde Region Deutschlands geht, um Spenden zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher zu sammeln.

Zwei Namen, ein Ziel

Die Wurzeln der „Tour der Hoffnung“ befinden sich in Gießen: Professor Fritz Lampert leitete die Station Peiper in der Kinderklinik am heutigen Universitätsklinikum Gießen-Marburg. 1983 hatte er die ungewöhnliche Idee, Aufmerksamkeit und Spendengelder für seine jungen krebskranken Patienten zu gewinnen, indem er eine erste Radtour nach Hamburg zum Stern-Magazin organisierte und auch selbst mitradelte- damals unter dem Namen „Tour Peiper“. Das ist auch der Grund, warum der erste Tag immer als Prolog durch und um die mittelhessische Universitätsstadt Gießen herumführt – seit 1994 unter dem Namen Tour der Hoffnung. Von Beginn an ist die Tour mit dem inzwischen ehemaligen Radprofi Klaus Peter Thaler als Kapitän des Tour-Trosses unterwegs.

160 Menschen drei Tage auf Spenden-Radtour

Die Tour der Hoffnung 2026 findet vom 6. bis 9. August statt. Zum 44. Mal treten rund 160 engagierte Menschen drei Tage lang auf ihren Fahrrädern in die Pedale. Zur Mitfahrt kann man sich selbst nicht anmelden – die Mitfahrenden werden zur Teilnahme eingeladen. Auf der insgesamt 255 Kilometer langen Strecke sammelt die „Tour der Hoffnung“ wieder Spenden. Damit werden krebskranke Kinder und deren Familien unterstützt und die so wichtige Forschung an Krebs und Leukämie finanziert. Im Vorjahr verbuchten die rein ehrenamtlich Engagierten eine Gesamtsumme in Höhe von 1.273.000 Euro auf dem Spendenkonto.

Die meisten Tourkilometer werden in diesem Jahr in der ostdeutschen Region zurückgelegt. Während die erste Tagesetappe am Donnerstag (06.08.) traditionell, auch als Prolog bezeichnet, durch Mittelhessen führt, geht es am Freitag (07.08.) zunächst von Magdeburg nach Halle und am Samstag (08.08.) von Halle bis Leipzig, wo die 44. „Tour der Hoffnung“ an der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Leipzig endet.

„Nachdem wir uns in den vergangenen Jahren immer sehr heimatnah bewegt haben, wird uns die „Tour“ in diesem Jahr mal wieder in entferntere Regionen führen. Die Erinnerungen an unsere Besuche in Ostdeutschland sind so positiv, dass ich überzeugt bin, dass wir wieder sehr erfolgreiche und emotionale Tage erleben werden.“

– Petra Behle, Olympiasiegerin, neunfache Weltmeisterin im Biathlon und Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“

„Wir hoffen wieder auf ein hohes Spendenergebnis, um damit die begünstigten Institutionen mit den so wichtigen Bereichen Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung und klinische Versorgung aktiv unterstützen zu können.“, sagt Schirmherrin Petra Behle.

Mittelhessen-Prolog als routinierter Auftakt

„Unsere langjährigen Partner und Unterstützer im heimischen Raum erleichtern uns, wie in jedem Jahr, die Planung des ersten Radlertages. Dafür sind wir vom Orga-Team sehr dankbar und es zeigt uns, welch hohen Stellenwert die „Tour der Hoffnung“ im Mittelhessischen hat“, betont der 1. Vorsitzende Dr. Mathias Rinn mit Blick auf den Prolog im Landkreis Gießen.

Zeitplan 44. Tour der Hoffnung

Prolog, Donnerstag (06.08.)

Strecke: 59,3 km / 470 Höhenmeter

OrtUnternehmenAnkunftAbfahrt
GießenStadtwerke GießenStart09:00 Uhr
HeuchelheimSchunk09:10 Uhr09:35 Uhr
GießenMettler-Toledo09:55 Uhr10:25 Uhr
LollarEiscafé Silano10:43 Uhr11:13 Uhr
LollarErletz Reisen11:20 Uhr11:50 Uhr
ReiskirchenEdeka Zehnert12:30 Uhr13:00 Uhr
LichMerz Verpackungsmaschinen13:40 Uhr14:10 Uhr
LichLicher Privatbrauerei14:15 Uhr15:00 Uhr
GießenRadiologisches Zentrum Dr. Wüsten15:45 Uhr16:45 Uhr
GießenStadtwerke Gießen16:50 UhrEnde
Quelle: www.tour-der-hoffnung.de, Bearbeitung: Radsportnachrichten.com | Alle Angaben ohne Gewähr.

Alle Zeitpläne der 44. Tour der Hoffnung gibt es hier.

Alle Streckenpläne der 44. Tour der Hoffnung gibt es hier.

Gerade die Planungen für die weiteren Tage am 7. und 8. August durch Ostdeutschland seien herausfordernder gewesen, weil der letzte Besuch der „Tour der Hoffnung“ in dieser Region schon 16 Jahre zurückliegt und zunächst nur wenige Kontakte bestanden. „Die Begeisterungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Menschen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ist aber so, wie ich es im Vorfeld der Planungen erwartet hatte“, berichtet Dr. Mathias Rinn. „Das ist eine enorme Hilfe bei der Durchführung der Tour und das hat uns über die anfänglichen Schwierigkeiten in der Phase der Akquise schnell hinweggeholfen.“

Ministerpräsidenten Schirmherren in Sachsen und Sachsen-Anhalt

Mehrere Wochen haben die Organisatoren in der Gegend von Magdeburg, Halle und Leipzig ehrenamtlich verbracht und für die gute Sache geworben. Und das mit Erfolg: nach vielen und guten Gesprächen steht die „Tour“. „Besonders stolz sind wir deshalb auch darauf, zwei Ministerpräsidenten für eine Schirmherrschaft begeistern zu können“, betont Dr. Mathias Rinn. Für ihre Bundesländer unterstützen Michael Kretschmer (Freistaat Sachsen) und Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) die „Tour der Hoffnung“. Und der zweite Vorsitzende Wolfgang Rinn ergänzt: „Es ist ein großartiges Zeichen, dass wir nach 2010 endlich wieder in dieser Region unterwegs sind. Mit Stationen in Magdeburg, Halle und Leipzig verspricht die Route schon jetzt viele Highlights und eine reizvolle Strecke.“

Die Etappen der 44. Tour der Hoffnung

1. Etappe: Durch Mittelhessen (Donnerstag, 6. August)

Die Benefiz-Radtour beginnt am Donnerstag, 6. August, traditionell mit dem ersten Radtag durch Mittelhessen mit Start in Gießen bei der Stadtwerke Gießen AG. Der Auftakt beginnt mit großem „Hallo!“ und Wiedersehensfreude für die aus ganz Deutschland angereiste Tour-Familie. Die erste Etappe ist 60 Kilometer lang und führt zunächst über Heuchelheim (Schunk), Gießen (Mettler-Toledo), Lollar (Eiscafé Silano), Staufenberg (Erletz Reisen) Reiskirchen (Edeka), Lich (Merz Verpackungsmaschinen und Licher Privatbrauerei). Wie überall während der „Tour der Hoffnung“ gilt: bei jedem Stopp sind Interessierte herzlich willkommen – und natürlich wird jeder Spendenscheck gefeiert, egal welche Summe darauf steht. Ein besonderes Highlight wartet zum Abschluss zurück in Gießen: Auf dem Parkdeck des Radiologischen Zentrums in der Flutgrabenstraße werden Dr. Oliver Wüsten und sein Team zum Finale empfangen. Am Abend noch machen sich die Tour-Radler auf den Weg nach Magdeburg zum Maritim Hotel, das die „Tour der Hoffnung“ wie in jedem Jahr unterstützt.

2. Etappe: Von Magdeburg bis Halle (Freitag, 7. August)

Nach einer kurzen Nacht macht sich das Fahrerfeld im Bördepark in Magdeburg startklar. Die zweite Etappe führt durch Schönebeck (Kurpark), Staßfurt (Sohlebad), auf den Marktplatz von Köthen und nach 113 Kilometern endet die Tour in Halle (A/V/E GmbH). An allen Stationen stehen die Spendenstopps im Mittelpunkt – mit vielen Begegnungen, Livemusik, Partystimmung, Unterstützung und bewegenden Momenten.

3. Etappe: Von Halle bis Leipzig (Samstag, 8. August)

Der Abschlusstag am Samstag beginnt bei der HAVAG in Halle und führt über das SKODA Autohaus Liebe weiter nach Merseburg (Radrennbahn – Velodrom), Leuna (Kulturhaus), Lützen (Marktplatz), Leuna-Günthersdorf (Merkur Spielbank) bis nach Leipzig auf den Marktplatz. Das Finale wird – wie so oft – in einer onkologischen Kinderstation stattfinden, diesmal nach 83 Kilometern im Universitätsklinikum Leipzig.

4. Tag: Zurück nach Gießen (Sonntag, 9. August)

Am vierten Tag steht der Transfer zurück nach Gießen zum Startpunkt im Mittelpunkt. Drei Tage im Sattel sind zu Ende und der Abschied der Tour-Familie steht bevor – bis zur 45. Tour der Hoffnung im Jahr 2027.

Bekannte und prominente Menschen sehen, sich informieren und spenden

Die Tour der Hoffnung ist mit ihren Stopps auf den Strecken eine gute Möglichkeit, sie zu besuchen, mit den teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und manch bekanntes Gesicht zu entdecken. Zahlreiche bekannte Personen, Menschen als Politik, Sport und weitere Menschen aus dem öffentlichen Leben nehmen jedes Jahr teil. Für die Tour der Hoffnung 2026 zugesagt haben unter anderem Katrin Apel (Biathletin, zweifache Olympiasiegerin 1998 und 2002, vierfache Weltmeisterin 1996 1999), Kathrin Boron (Ruderin, vierfache Olympiasiegerin 1992-2004 und achtfache Weltmeisterin 1989-2001), Lisa Brennauer (Radsportlerin, Olympiasiegerin 2021, mehrfache Europa- und Weltmeisterin), Ben Doerr (Motorsport), Dennis Fetzer (Motorsport), Sven Fischer (Biathlet, mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister), Eberhard Gienger (ehem. Bundestagsabgeordneter und Turner, Weltmeister), Dagmar Hase (Schwimmerin, Olympiasiegerin 1992 und mehrfache Europa- und Weltmeisterin), Andreas Hieke (Moderator und Journalist), Noah Jung (Mountainbiker), Jupp Kapellmann (Fußballer, mehrfacher Europapokal der Landesmeister, Weltpokalsieger, Weltmeister 1974), Marina Kielmann (Eiskunstläuferin, mehrfache Medaillengewinnerin bei Europameisterschaften), Jens Lehmann (Bundestagsabgeordneter und Bahnradfahrer, zweifacher Olympiasieger 1992 und 2000, sechsfacher Weltmeister 1991-2000), Olaf Ludwig (Radsportler, Olympiasieger 1988, zweifacher Sieger Friedensfahrt, Grünes Trikot bei der Tour de France 1990, drei Etappensiege TdF), Felix Magath (Fußballspieler, -manager und -trainer, als Spieler: Europameister 1980 und Vizeweltmeister 1982 und 1986, als Trainer: mehrere Titel deutscher Meister und DFB-Pokal), Henry Maske (Boxer, Olympiasieger 1988, Weltmeister 1989 und Europameister 1985-1989), Prof. Klaus Steinbach (Schwimmer, EM-Silbermedaille 1974, Olympische Silbermedaille 1972 und Bronzemedaille 1976, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees 2002-2006), Frank Ullrich (Biathlet, Olympiasieger 1980, neunfacher Weltmeister 1978-1983), Britta Unsleber (Fußballerin, zweifache deutsche Meisterin und fünffache DFB-Pokalsiegerin) und Nicole Wingenfeld (Ruderin, zweifache Weltmeisterin), die zwar nicht alle auf dem Fahrrad und bei der gesamten Tour dabei sind, aber bei der 44. Auflage der Tour der Hoffnung entdeckt werden können.

Die Schirmherrin der „Tour der Hoffnung“ ist Petra Behle, Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon. Kapitän des Fahrerfeldes ist der mehrfache Querfeldein-Weltmeister Klaus Peter Thaler aus Gevelsberg.

Socialride-Summe in Leipzig erwartet

Am Ziel der Tour der Hoffnung 2026 im Universitätsklinikum Leipzig soll auch die Spendensumme des 7. Socialrides bekanntgegeben werden, der vom 4. bis 12. allen Interessierten die Möglichkeit gab, Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln und dafür zugunsten der Tour der Hoffnung Geld zu spenden.



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Radsportnachrichten.com Redaktionsleiter Stephan Dietel
Stephan Dietel
Gründer | Redaktionsleitung | CvD | Leitung Multimediaredaktion | sd@radsportnachrichten.com

Er wohnt im Gießener Ortsteil Rödgen, leitet dort die Radsportnachrichten.com-Redaktion und legte im Jahr 2001 mit Erlebnisberichten über selbst gefahrene Radrennen den Grundstein dieses Projekts. Mit großem Interesse am Radsport und am Journalismus entwickelt er mit seinem Team die Radsportnachrichten aus Mittelhessen immer weiter - wie alle in unserem Team nebenberuflich und auf freiwilliger Basis.