FELLINGSHAUSEN – Das letzte Drittel der Rennsaison läuft und für Mountainbiker Noah Jung ist es bereits eine in weiten Teilen sehr zufriedenstellende Saison, wie sein aktueller Statusbericht zeigt. Für einen zufriedenen Start der Saison hatte es zwar einen zweiten Anlauf gebraucht, doch jetzt ist schon vieles gelungen und noch ein bisschen was vor ihm, auf das er sich sehr freut.
Im Frühjahr hatte sich Noah Jung viel länger als gewöhnlich der Saisonvorbereitung widmen können, wenngleich die Zeit dafür trotzdem begrenzt war: Beruflich bedingt wollte Noah Jung erst in das Renngeschehen einsteigen, wenn er die Prüfungen seiner beruflichen Weiterbildung zum Industriemeister hinter sich hatte.
Anfang Juni, und damit gut zwei Monate später als üblich, stieg Noah Jung dann mit dem Vulkan-Race in Gedern in den Wettkampfbetrieb und in die German Cycling MTB-Bundesliga ein. Platz 24 stimmte in dabei noch nicht zufrieden – das gelang ihm dann eine Woche später mit seinem Sieg beim15. Ars-Natura-MTB-Marathon in Morschen.
Noah Jung nimmt Rennbetrieb auf
Im zweiten Anlauf zufriedener Saisonstart
MORSCHEN/GEDERN – Der Mountainbiker Noah Jung von der Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck meldet einen zufriedenen Saisonstart – wenn auch erst im zweiten Anlauf. Und sein Einstieg in den Wettkampfbetrieb war diesmal deutlich später als üblich. […]
Doppel-Premiere und Sieg bei Rad am Ring
Im Juli gab es dann eine Doppelpremiere für Noah Jung: Sein erster Start bei Rad am Ring, dem Radsport-Rennwochenende auf dem Nürburgring und sein erstes Rennen auf dem Gravelbike. „Die ersten Kilometer durften wir tatsächlich über die Grand Prix-Strecke des Nürburgrings fahren. Dort zu starten, wo sonst GT3-Boliden und Superbikes unterwegs sind, war einfach legendär.“, sagt Noah Jung rückblickend.
Mit einem ständigen Wechsel aus Waldwegen entlang der Strecke und Abschnitt über den Asphalt der „grünen Hölle“ genannten Auto-Rennstrecke waren Noah Jung und sein Gravelbike, das für solche Untergründe gemacht ist, genau in ihrem Element. Sportlich hatte Noah Jung dort knapp 50 Kilometer mit rund 1.100 Höhenmetern zu meistern, was einem Mountainbike-Rennen damit ähnlich war. Nach chaotischem Start konnte er sich in der ersten langen Steigung mit einem weiteren Fahrer absetzen, der dann aber von einem Reifenschaden ausgebremst wurde, so dass Jung nach rund fünf Kilometer als alleiniger Spitzenreiter unterwegs war.
„Ich wusste natürlich nicht, wie groß mein Vorsprung war. Aber ich konnte mein Tempo halten und hatte ein richtig gutes Gefühl. Körperlich lief es rund, mental war ich voll da – die Trails, das Gelände, die Stimmung, das alles hat einfach gepasst.“, freute sich der Fellingshausener. Er fuhr ohne großes Risiko und konnte rund acht Minuten Vorsprung als Sieger seines ersten Gravelbike-Rennens sicher ins Ziel bringen.
Mitstreiter und Reifendruck wurden immer weniger
Beim Saarschleifen-Marathon, kurz vor der luxemburgischen Grenze, hatte er Ende Juli, wieder auf dem Mountainbike unterwegs, 52 Kilometer mit knapp 1.350 Höhenmetern zu fahren. Gleich nach dem Start konnte er sich mit einer Führungsgruppe absetzen, in der es nach weiterer Tempoverschärfung schon früh in harte Positionskämpfe ging. „Die Gruppe wurde kleiner und ich musste richtig kämpfen, um dranzubleiben.“, sagte Noah Jung. Aus dann nur noch vier Fahrern wurde ein Spitzenduo mit Noah Jung im Trikot des Team DELTA-BIKE.DE und einem Mitstreiter. Im ersten längeren Anstieg konnte sich Noah Jung dann mit einigen Metern Vorsprung absetzen und, seinem Tempo und Rhythmus folgend, die Führung behaupten. Druckverlust am Hinterreifen seiner Rennmaschine machte das Rennen dann ungewollt spannend, doch Jung konnte seinen Vorsprung von rund drei Minuten trotz schleichenden Plattens als Sieger ins Ziel retten, was die Zufriedenheit mit seiner körperlichen Verfassung und dem Saisonverlauf bestärkte.
Video-Impression: Noah Jung in Rennaction
Dieses Element enthält Daten von Instagram. Du kannst die Einbettung solcher Inhalte durch unsere Privatsphäre-Einstellungen ändern oder deine Einwilligungen widerrufen. Du kannst außerdem die Historie der Privatsphäre-Einstellungen aufrufen und mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung lesen.
Erfolgreiche Altersklassen-Premiere
Beim Rhein-Main-Cup in Mühltal gab es dann eine weitere Premiere für Noah Jung: Er startete zum ersten Mal in der Altersklasse U40 im Lizenzrennen der Männer. Mit jeweils 15 Sekunden Abstand waren auch die Altersklasse U19 und die Altersklasse Ü40 zeitgleich auf der 1,8 Kilometer langen Runde mit ihren rund 50 Höhenmetern unterwegs. Das zweite Cross-Country-Rennen der Saison, nach dem Auftakt in Gedern, wollte Jung auch als Formtest für das bevorstehende Finale der German Cycling MTB-Bundesliga in Winterberg nutzen. Schon in der Einführungsrunde schlossen sie auf die Fahrer der Junioren U19 auf und im ersten Anstieg der Runde konnte sich noch Jung mit zunächst wenigen Metern absetzen. Auf den insgesamt zwölf Runden konnte er das Tempo hochhalten und seinen Vorsprung stetig ausbauen, so dass er nach 57:21 Minuten den Gesamtsieg dieses Rennens holte und mit viel Selbstvertrauen und bestätigt guter Verfassung zum MTB-Bundesliga-Finale nach Winterberg reiste.
Viel Konkurrenz und fleißige Aufholjagd
Mit rund 100 Startern war das Feld der U23- und Elitefahrer zum Finale der German Cycling MTB-Bundesliga ausgesprochen gut besetzt, denn das international besetzte Rennen wollten Fahrer aus Holland, Belgien, Japan, Südafrika und weiterer Nationen wohl auch als Vorbereitung für das nächste Weltcup-Rennwochenende nutzen. Der rund vier Kilometer lange Rundkurs hatte 190 Höhenmeter pro Runde zu bieten und mit einem Startplatz im hinteren Drittel der 100 Fahrer machte Noah Jung ein gutes Abschneiden hier zu einer persönlichen Mission.
Fotostrecke: Noah Jung in Rennaction.
Fotos: Diana Jung, Thorsten Jung, Tina Höchst, Thomas Langner.
Hochzufriedenes Finale
Dass es sehr trocken und staubig auf der Strecke zuging und die Sicht weiter hinten im Feld damit deutlich getrübt war, kam Noah Jung entgegen, denn er kommt mit diesen Bedingungen sehr gut zurecht und obendrein sind die für alle Teilnehmer die gleichen.
Gleich nach dem Start konnte er jede sich bietende Lücke für eine Verbesserung seiner Platzierung im Fahrerfeld nutzen und dabei versuchen, seinen Rhythmus für die Aufholjagd zu finden. Das gelang gut: Auf Platz 30 im Tagesergebnis und auf Platz 13 der besten Deutschen war der Mittelhesse sehr zufrieden mit diesem Renntag und fand somit, nach seinem späten Saisonstart und Bundesliga-Auftakt in Gedern, dann einen zufriedenen Abschluss mit dieser MTB-Bundesliga-Saison. „Ich bin mega happy mit dem Ergebnis, aber auch mit der guten Eingliederung in die Bundesliga. Nach dem verpatzten Start in Gedern und dem guten Rennen in Winterberg, konnte ich mir selbst wieder zeigen, was noch möglich ist.“, freute sich Noah Jung.
3-Täler-Bikemarathon 2025
Zwei mittelhessische Medaillen bei XCM-Hessenmeisterschaft
TITMARINGHAUSEN – Zwei mittelhessische Podiumsplätze gab es bei der Hessenmeisterschaft im Mountainbike Marathon (XCM), die am 30. August beim 3-Täler-Bikemarathon in Titmaringhausen stattfand. Während Aaron Wilhelmi (MT Melsungen / Team DELTA-BIKE.DE) seinen Hessenmeister-Titel in der Elite verteidigte, wurde Andreas Schmidt (Masters 2) vom TV Haiger Vize-Hessenmeister der Masters 2. […]
Tagesform kam in die Quere
Beim 3-Täler-Bikemarathon in Titmaringhausen im Hochsauerlandkreis konnten auch die Hessenmeisterschafts-Medaillen im Mountainbike-Marathon geholt werden. 91 Kilometer und 2.600 Höhenmeter waren dabei, verteilt auf drei Runden zu meistern. Die Herausforderung dieses langen Rennens gepaart mit einer nicht optimalen Tagesform machten Noah Jung diesmal einen Strich durch die Jagd nach einer guten Platzierung. Sein Teamkollege Aaron Wilhelm von der MT Melsungen konnte aber den Gesamtsieg und die Hessenmeisterschaft der Elitefahrer für sich und das Team DELTA-BIKE.DE holen. Teamkollege Marcel Meßmer vom RSC Grünberg verpasste als Vierte zwar einen Medaillenrang; war aber auf der für ihn ungewohnten Distanz mit seinem Abschneiden letztlich zufrieden.
Über die Eifel zum Heimspiel
Mit Blick auf den 28. September haben viele Mountainbikerinnen und -biker aus nah und fern noch ein Rennen im Kalender besonders markiert: Der 19. Dünsberg Bike & Gravel Marathon soll für viele zu einem weiteren Höhepunkt zum Saisonabschluss werden, besonders wenn man dabei vor heimischem Publikum fährt.
Beim 25. Vulkan Bike Eifel Marathon gibt es am Samstag (13.09.) in Daun nochmal die Chance für einen Formtest. Mit einer weiteren Premiere, seinem ersten Rennen auf dem Straßenrad, soll beim Lila Logistik Charity Bike Cup in Leonberg der Saisonabschluss von Noah Jung stattfinden.




