SULZBACH AM MAIN – In Sulzbach am Main sind die Deutschen Meistertitel im Hallenradsport vergeben worden. Der RKB Wetzlar konnte den Titel im Radpolo erneut gewinnen. In den meisten Kunstradsport-Disziplinen siegten die Favoriten und verteidigten zumeist ihre Meistertrikots. Im Radball gab es mit dem Triumph des RSV Großkoschen aber auch eine kleine Überraschung.
Der RKB Wetzlar mit Sharon Keiner und Sabrina Burdalic verteidigte in Sulzbach am Main seinen Deutschen Meistertitel im Radpolo. Zunächst sah alles nach seinem Sieg des Reideburger SV mit Kristin Hesselbarth und Kristin Nadpor aus, nachdem der in der Vorrunde und auch erst im Finale die Nase vorn hatte. Zur Halbzeit konnte Wetzlar aber zum 2:2 ausgleichen, zog dann davon und siegte ebenfalls 4:2. Dritter wurde der RSV Frellstedt mit Theresa Sielemann und Luisa Kallweit.
Radball
Der RSV Großkoschen mit Eric und Tim Lehmann ist hingegen neuer Deutscher Meister im Radball. Die Zwillinge holten erstmals den Titel. In der Vorrunde war Großkoschen noch gleichauf mit dem favorisierten RMC Stein (Michael Birkner/Robert Mlady), setzte sich aber auch dort schon beim direkten Aufeinandertreffen durch. Im Finale lag Großkoschen schon zur Halbzeit 2:0 in Führung und siegte schließlich mit 4:2 Toren. Den dritten Platz belegte RSV Waldrems (Björn Bootsmann/Marcel Schüle).
Kunstradsport
Philipp Rapp (RSV Tailfingen) leistete sich im Finale des 1er Kunstradfahrens der Männer keine größeren Fehler und erzielte 210,94 Punkte. Mit mehr als zehn Punkten Vorsprung gewann der Weltmeister vor Linus Weber (200,88/SV Kirchdorf). In der Vorrunde war Simon Halter (RSV Concordia Erlenbach) Rapp noch dicht auf den Fersen, musste sich im Finale aber mit 192,23 Punkten und Platz drei zufrieden geben.
Europameisterin Lara Füller (RKV Poppenweiler) hatte im 1er Kunstradfahren der Frauen schon in der Vorrunde ihre Ambitionen unterstrichen und bestätigte ihre Leistung im Finale mit 192,92 ausgefahren Punkten. Sie verwies Ramona Dandl mit 190,66 Punkten und Weltmeisterin Jana Pfann (beide RKB Solidarität Bruckmühl) auf die Plätze zwei und drei.
Pech hatten die Topfavoriten und Weltmeister Lea-Victoria Styber/Nico Rödiger (RSV Langenselbold) im 2er Kunstradfahren der Offenen Klasse. Beim Warmfahren stürzte Styber aus großer Höhe von den Schultern ihres Partners, woraufhin sie verletzungsbedingt zur Titelverteidigung nicht antreten konnten. Stattdessen siegten Julia Hämmerli/Patrick Tisch (RV Pfeil Magstadt) mit 149,78 ausgefahrenen Punkten vor Simon Riedinger/Jonas Mächtig (142,53/RKV Ilsfeld) und Alexander Brandl/Andreas Steger (138,97/RSV Schleissheim).
Im 2er Kunstradfahren der Frauen waren die Europameisterinnen Neele Jodeleit/Kim-Leah Schlüter (RSV Knetterheide) eine Klasse für sich und siegten mit 131,77 Punkten und deutlichem Vorsprung vor Jessie Hasmüller/Nena Lichy (118,53/SG Denkendorf/Magstadt). Lillith Mester/Mira-Sofie Osterhage (115,08/SG Liemer RC/RSV Wittekind Herford) belegten den Bronzerang.
Auch im 4er Kunstradradfahren gab es mit dem amtierenden Europameister RV Mainz-Ebersheim einen klaren Sieger. Tijem Karatas, Annika Rosenbach, Stella Rosenbach und Milena Schwarz erzielten 239,75 Punkte. Mit 20 Punkten Vorsprung holten sie den Titel vor RfV Wiednitz (219,72) und RV Neuenkirchen (215,21)
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