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Krofdorfer kämpfen eindrucksvoll im Viertelfinale

ZSCHERBEN – In Zscherben bei Halle fand das Viertelfinale zum Deutschlandpokal im Radball statt. Die erste Mannschaft des RSV Krofdorf musste auf Luca Wagner verzichten. Für ihn sprang Philipp Schäfer als Ersatzmann ein.

Redaktion

Neben der Heimmannschaft aus Zscherben waren Mannschaften aus Niederlauterstein, Demmin, Tollwitz und Leipzig am Start. Das Teilnehmerfeld war gespickt mit Akteuren der 1. und 2. Bundesliga. Eine klare Favoritenrolle gab es zu Anfang des Spieltages nicht.

Die ersten beiden der sechs Mannschaften sollten sich am Ende des Tages für das Halbfinale qualifizieren. Die Krofdorfer-Mannschaft Sascha Götz und Philipp Schäfer sah sich klar in der Rolle des Außenseiters, wollte jedoch keine Chance vergeben und ging optimistisch in den Spieltag. Man hatte letztendlich nichts zu verlieren.

Im ersten Spiel gegen die Sportfreunde aus Demmin sollte die erste Halbzeit genutzt werden, um eine gemeinsame Spielweise zu finden. Da die Mannschaft des RSV Krofdorf in dieser Konstellation noch nie in einem Wettbewerb angetreten war, waren Vorsicht und Spielkontrolle oberstes Gebot. Das Duo merkte schnell, dass an diesem Tag etwas gelingen konnte. So konnte sich die Mannschaft durch schnelles Passspiel und präzise Torabschlüsse zur Halbzeit 3:0 in Führung bringen. Die Mannschaft aus Demmin stellte jedoch nach der Halbzeitpause die Spielweise um und konnte so zwei Anschlusstreffer erzielen. Durch einen Vier-Meter-Strafstoß und eine Ecke gelang es, die Führung wieder auf drei Tore zum Endstand von 5:2 auszubauen.

Fehler des Gegners genutzt

Im zweiten Spiel gegen die Zweitligamannschaft aus Niederlauterstein ging das Krofdorfer Duo vorsichtig ins Spiel und musste bereits nach der Hälfte der ersten Halbzeit einem 0:2-Rückstand hinterherfahren. Nach anfänglichen Findungsschwierigkeiten gelang es in der zweiten Halbzeit die Fehler der Gegner zu nutzen. Optimiertes Stellungsspiel war hier der Schlüssel zu den Ausgleichstreffern. Nachdem Niederlauterstein Probleme hatte zurück ins Spiel zu kommen gelangen die Treffer drei und vier. In der letzten Minute des Spiels konnte noch ein Anschlusstreffer zum 4:3-Endstand erzielt werden.

Das dritte Spiel gegen Leipzig sollte die erste richtige Härteprobe darstellen. Die Mannschaft weist mehrjährige Erstligaerfahrung auf und hat auch in der Vergangenheit diverse Titel auf der Habenseite zu verbuchen. Der Respekt zu Anfang des Spiels war auf beiden Seiten spürbar. So war die erste Halbzeit durch äußerst defensive Spielweise geprägt. Keine der Mannschaften wollte unnötig Fehler machen die zu einem Tor für den Gegner führen würde. Jedoch waren es genau diese Fehler die das ausgeglichene Spiel am Ende entscheiden sollten. Krofdorf konnte sich bis zum Schluss mit einer knappen Führung von 3:2 durchsetzen. In der letzten Minute des Spiels erhielt man jedoch einen Freistoß etwa fünf Meter vor dem eigenen Tor. Der Freistoß konnte direkt verwandelt werden zum Endstand von 3:3.

Mit dem Remis konnten die Krofdorfer Radballer zu diesem Zeitpunkt zufrieden sein. Hatte man sich zu Anfang des Spieltages keine guten Chancen auf das Weiterkommen gemacht, waren jetzt erste Hoffnungsschimmer erkennbar. Sieben Punkte aus den ersten drei Spielen waren eine mehr als gute Ausbeute. Das Spiel gegen den Tollwitzer RSV bestimmte die Krofdorfer Mannschaft vom Anpfiff an. Da die Mannschaften größtenteils unbekannt waren, wurden diese in der Zwischenzeit in deren Partien genau beobachtet. So konnten individuelle Stärken und Schwächen ausgemacht werden. Gerade der Außenspieler der Tollwitzer hatte einen schlechten Tag erwischt. Ihm unterliefen viele individuelle Fehler die das RSV-Duo nutzen konnte. Zwar gelang es der gegnerischen Mannschaft vier Tore zu erzielen, jedoch war der Sieg nie gefährdet. Endstand der Partie 8:4. So hatte die Krofdorfer Mannschaft nach vier absolvierten Spielen zehn Punkte und eine Qualifikation erschien nicht mehr in weiter Ferne.

Das letzte Spiel gegen Zscherben sollte die Entscheidung bringen. Zscherben war zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwölf Punkten für das Halbfinale qualifiziert. Leipzig war punktgleich mit Krofdorf, hatte jedoch das bessere Torverhältnis. Somit mussten Sascha Götz und Philipp Schäfer mindestens ein Remis holen um sicher weiter zu kommen.

Krofdorf mit Kampfgeist bis zum Schluss

Beiden Mannschaften war anzusehen, dass die vier vorangegangenen Spiele Kraft gekostet haben. Jedoch war die Krofdorfer Mannschaft spielbestimmend und kam gut in die Partie. Nachdem man ein Tor erzielen konnte, folgte jedoch jeweils der Gegentreffer zum Halbzeitstand von 2:2. Die Zscherbener wollten nach dem Seitenwechsel ihrer neuen Favoritenrolle gerecht werden und drehten auf. Nach den Treffern drei und vier schein die Partie für die Krofdorfer endgültig gelaufen. Doch die letzten zwei Minuten versuchte das Duo noch das Spiel zumindest zum Ausgleich zu bringen. Ein gut platzierter Schuss von Sascha Götz brachte noch den Anschlusstreffer, es reichte in der Folge aber nicht mehr zum Ausgleich. Die Partie ging somit 4:3 verloren und durch das bessere Torverhältnis war bereits beim Abpfiff klar, man hatte hinter Zscherben und Leipzig Platz drei erreicht.

Das Resümee des Spieltages fiel durchaus sehr positiv aus. Die Krofdorfer hatten sich keine großen Chancen ausgemalt, waren jedoch besser als gedacht ins Spiel gekommen. Durch gute Torwartleistungen und kaltschnäuzige Abschlüsse vor dem gegnerischen Tor hatten sie sich zum Angstgegner gemacht. Mit Platz drei sichtlich zufrieden, jedoch enttäuscht über das Ausscheiden aus dem Wettbewerb, hatte Sascha Götz am Ende des Spieltages das fehlende Quäntchen Glück im Spiel gegen Leipzig als Schlüsselpunkt festgelegt. (Text: mw)

Tabellenstand

1. RSV Zscherben, 15 Punkte
2. KSC Leipzig 1, 10 Punkte
3. RSV Krofdorf, 10 Punkte
4. Tollwitzer RSV, 6 Punkte
5. Demminer RV, 3 Punkte
6. SG Niederlauterstein 1, 0 Punkte

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