Fusion im Marburger Radrennsport

MARBURG – In Marburg haben sich Zwei gefunden, die ganz offensichtlich sehr gut zusammenpassen: Die RG Marburg und der RSV Marburg haben sich für einen gemeinsamen Weg entschieden. Das neue Trikot steht sinnbildlich für die „Hochzeit“ der beiden Gruppen. Und auch sonst spricht vieles für eine rosige Zukunft dieser Partnerschaft.

Sie standen schon einige Jahre miteinander in Kontakt, erkannten Gemeinsamkeiten, unterstützten sich und gingen zur Saison 2022 jetzt eine feste Verbindung ein. Die Geschichte, wie der Radsportverein (RSV) Marburg und die Renngemeinschaft (RG) Marburg zueinander fanden, klingt wie die Entstehung einer glücklichen Ehe.

In der Rennsport-Abteilung des Radsportverein Marburg gab es eine Zeit lang wenig Aktivität. Der Radsportler Maximilian Lohmaier stellte indes fest, dass in der Universitätsstadt keine Radrennsport-Szene existierte. Es fehlten Strukturen für ein wettkampforientiertes Training und der Zugang zu Wettbewerben wies aus seiner Sicht einige Hürden auf. Lohmaier machte sich an die Arbeit, das zu ändern. Er organisierte regelmäßige Trainingstreffpunkte und schuf damit eine erste Anlaufstelle, die einzelne Sportlerinnen und Sportler zusammenführte und damit eine Gruppe entstehen ließ, die gemeinsam für Rennteilnahmen trainierte. Der Anfang der Renngemeinschaft Marburg war gemacht.

YouTube-Video | 03:15 Minuten: Frischer Wind für den RSV Marburg | Grafik: Jan Heilenz, Kamera/Schnitt: Stephan Dietel.
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Hilfreiche Vereinsstrukturen

Maximilian Lohmaier wusste offensichtlich, welche Stellschrauben er zu drehen hatte, um die Gruppe weiter wachsen zu lassen und den Dingen Struktur zu geben. Der Radsportverein Marburg und sein 1. Vorsitzender Dirk Lenz waren für die Gruppe schon länger zuverlässige Unterstützer. Der Verein verfügte mit seiner langen Historie über viel Erfahrung im Radrennsport und hatte als offiziell eingetragener Verein die Möglichkeit, Rennlizenzen zu beziehen, die für den Sprung vom Hobbysport in die Lizenzrennklassen notwendig waren. All das funktionierte ganz offensichtlich gemeinsam sehr gut. Je größer die Gruppe wurde, desto mehr gab es zu organisieren und professionell aufzustellen.


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Fotostrecke: Renngemeinschaft Marburg verstärkt Radsportverein Marburg. Fotos: Stephan Dietel


Neue Förderer und frische Farben

Die Renngemeinschaft Marburg war inzwischen auf rund 30-40 Fahrerinnen und Fahrer angewachsen und die Zahl der Rennlizenzen wuchs stetig. Zur Saison 2022 folgte dann der rückblickend logische Schritt: Die Renngemeinschaft Marburg schloss sich dem RSV Marburg an. Die Rennsport-Sparte des Vereins war mit neuem Leben gefüllt.

Die Verbindung von RG Marburg und RSV Marburg lässt sich in vielerlei Hinsicht mit einer Ehe vergleichen. Die Entscheidung, künftig gemeinsame Wege zu gehen, wurde mit einem neu gestalteten Vereinstrikot besiegelt – RG und RSV wurden damit auch optisch „verheiratet“ und diese Partnerschaft für alle sichtbar gemacht. Zwei Hände voll neue Sponsoren schenkten den Plänen des Vereins ihr Vertrauen und unterstützten auch die Anschaffung der neuen Bekleidung. Mit einem Fototermin, bei Intersport Begro im Kaufpark Marburg-Wehrda, bedankten sich jetzt RG-Initiator Maximilian Lohmaier und RSV-Vorstandsmitglieder bei den „Trauzeugen“ ihres sportlichen Bündnisses, den neuen Förderern des RSV Marburg.

Mountainbike- und Nachwuchstraining soll folgen

Nach einem Sprinttraining der Rennsport-Sparte durch den Marburger Norden gab es am Abend noch ein Eis für Alle. Man könnte es sinnbildlich als Ersatz für eine Hochzeitstorte sehen – um den Vergleich mit einer Ehe-Schließung komplett zu machen. Und auch „Nachwuchs“ könnte es bald geben: Neben dem Rennsport auf der Straße soll das Mountainbikefahren in der Gruppe ausgebaut und ein regelmäßiges Training für junge Sportlerinnen und Sportler geschaffen werden.

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Profilfoto Stephan Dietel Radsportnachrichten
Stephan Dietel
Gründer | Redaktionsleitung | CvD | Ressortleitung Straße | Leitung Multimediaredaktion | sd@radsportnachrichten.com

Er wohnt im Gießener Ortsteil Rödgen und legte im Jahr 2001 mit Erlebnisberichten über selbst gefahrene Radrennen den Grundstein. Mit großem Interesse am Radsport und am Journalismus entwickelt er mit seinem Team die Radsportnachrichten aus Mittelhessen immer weiter.

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