Drei Fragen an: Christian Schmidt

REDAKTION – In unserem neuen Format „Drei Fragen an:“ befragen wir für euch Personen und Unternehmen, Vereine und Veranstalter der mittelhessischen Radsportszene. Wir beginnen mit dem Radsportler Christian Schmidt.

Christian Schmidt, Baujahr 1969, lebt in Lahnau und arbeitet als Service-Techniker bei Autohaus Nau. Er fährt für die RSG Gießen & Wieseck, das Team DELTA-BIKE.DE und wird von Percy Mash ausgestattet. Die Saison 2020 beginnt Christian, alias Schmod, als amtierender Hessenmeister im Einzelzeitfahren und Straßenrennen, sowie Vize-Hessenmeister im Bergzeitfahren. Nebenbei gewann er die Rad Bundesliga der Masters. Wir stellten dem bärtig auffallenden Extremradfahrer drei Fragen zu seiner Saisonplanung und Vergangenheit.

Im vergangenen Jahr konntest Du auf der Straße beachtliche Erfolge einfahren. Wie sehen Deine Pläne für die bevorstehende Saison aus?

Gerne würde ich meine beiden Hessentitel verteidigen und wenn möglich, den dritten im Bergzeitfahren noch hinzufügen. Doch es bleibt abzuwarten, da die DM Straße zur Zeit auf dem Termin der HM im Einzelzeitfahren liegt. Sollte das so bleiben, wäre das natürlich sehr bescheiden! Für die HM Straße hat sich in Hessen noch kein Veranstalter gefunden. Ich bin jedoch optimistisch und gehe davon aus, dass sie stattfinden wird. Dann ist auf jeden Fall die DM in Görlitz ein Ziel und da wäre es schon geil auf das Podest zu fahren! Für mich neues Terrain werden die Etappenrennen des Riderman und der Erzgebirgsrundfahrt. Die beiden möchte ich ausprobieren. Ich werde die Saison erstmalig in einer Masters Renngemeinschaft namens „Pro-Juventute powered by Cannonman“ mit meinen Kollegen von Percy Mash bestreiten.

Deine Wurzeln des Radsports liegen im Mountainbiking. Angefangen hast Du in einem Wetzlarer Downhill Team namens Vodka Wasser. Dort zeigtest Du neben rasanten Abfahrtsqualitäten auch Stärken im Uphill. Wie bist Du letztlich im Straßenradsport gelandet?

Das erste Downhill Rennen war 1998 mit meinem Kollegen Christian Horstmann. Daraus entstand das Vodka Wasser DH Team (Team Getränk: Vodka+Wasser). Gemeinsam mit Freunden verbrachten wir etwa zehn Jahre lang gute Wochenenden mit Downhill Rennen. Wobei sich die Wochenenden mit Vor- und Nachbereitung von Donnerstag bis Montag zogen. Letztlich wurde mir der Aufwand zu viel, also musste etwas anderes her! Es folgten Cross Country und Marathon Wettkämpfe. Die Fahrtechnik dafür war durchaus vorhanden, aber die Ausdauer musste von fünf Minuten Downhill Rennen etwas ausgedehnt werden. Wir kommen zum Straßenradsport. Wieder Schuld ist der oben genannte Kollege, der zu dieser Zeit bei Cannondale arbeitete und zum Training ein Straßenrad benutzte. So kam ich nicht daran vorbei mir ebenfalls eines zuzulegen. Der Schritt zum Rennsport erfolgte kurzer Hand mit der Teilnahme des Frankfurter Radklassikers „Rund um den Henninger Turm“, der mittlerweile unter dem Namen Eschborn-Frankfurt ausgetragen wird. Ja… und in der Szene bin ich jetzt irgendwie hängen geblieben.

Deine nun schon über viele Jahre abgelieferte Leistung im Sattel ist konstant stark. Radfahren kommt bei Dir von Radfahren oder steckt mehr dahinter? Wie sieht eine typische Trainingswoche bei Dir aus?

Sport war immer schon mein Ding! Im Alter von sechs Jahren fing ich mit Handball an. Bei uns ein Familiensport. Mit 12 Jahren wurden mir das Training und die Spieltage zu viel. Danach kam erstmal bis zur Downhill Karriere kein Sport. Eine wirklich lange Zeit! Mein Erfolg, wenn man ihn so nennen kann, kommt tatsächlich von Radfahren. Es macht mir unheimlich viel Spaß und hilft beim Stressabbau. Andernfalls bräuchte ich mit Sicherheit einen Therapeuten. Meine Trainingswoche wird von meinem Trainer Marcel Weil (Pro Training Sports) geplant. Ich mache es mir da einfach. Habe keine Lust darauf meine Gedanken mit Planungen zu beschäftigen. Montags habe ich immer frei. Ansonsten schaue ich auf meinen Plan und ab auf’s Rad! Im Winter darf ich dann noch bei meinem Mädchen Krafttrainingseinheiten einbauen.

(Text: mst | Foto: Archiv)

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