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Um 17:08 Uhr war der Mount Everest erreicht

KROFDORF – Der Gießener Daniel Mauser hat sein Ziel erreicht und in Krofdorf-Gleiberg so viele Höhenmeter gesammelt, wie der Mount Everest insgesamt misst. Das einzige Tief des Tages bescherte ihm, was eigentlich neue Kraft geben sollte.

Redaktion

Ausgerechnet das Mittagessen bescherte Extrem-Radsportler Daniel Mauser bei seinem Everesting-Erlebnis das einzige erwähnenswerte Tief des Tages.

Nicht aber, dass ihm durch die Mahlzeit unwohl geworden wäre – vielmehr war es die große Freude auf das Essen, die ihn wenige Minuten vor der Verpflegung so sehr beschäftigte. „Ich wusste, dass es Maultaschen gibt und das meine Frau und Tochter die Maultaschen gleich bringen“, schildert Mauser den kurzen schwachen Moment vor dem Mittagessen mit einem Grinsen.

Um 4 Uhr am Morgen hatte Daniel Mauser das Everesting, das Sammeln von so vielen Höhenmetern wie der Mount Everest misst, auf seinem Rennrad begonnen. Als um kurz nach sieben Uhr der erste Zuschauer an die Strecke kam, hatte er den 300 Meter langen Anstieg und dessen 49 Höhenmeter bereits gut 50 Mal passiert. „Ich mag es, früh anzufangen und dann auch früh fertig zu sein. Mir ist es am liebsten, wenn ich schon etwas getan habe, bevor jemand dazukommt“, sagte er über die ersten Stunden seines Wettkampfs, der im Morgengrauen über Mittelhessen began.

Impressionen | Fotos: Stephan Dietel

Über den Tag verteilt kamen dann immer wieder Freunde und Radsportfans an die Strecke am Ortsrand von Krofdorf-Gleiberg. Neben seiner Frau und Tochter sorgten seine Eltern im Basislager für Unterstützung und gute Stimmung. Und auch die Anwohner der Straße „Auf dem Falkenberg“ verfolgten Mausers Marathonfahrt. Ganz ohne Zweifel, ob er die 8.848 Höhenmeter tatsächlich schaffen würde, war Mauser trotz seiner souverän wirkenden Fahrweise aber nicht. Zwei Everestings hat er bereits erfolgreich absolviert – die Strecke in Krofdorf sei aber nicht zu unterschätzen, denn die Höhenmeter waren auf einer rekordverdächtig kurzen Distanz von rund 130 Kilometern zu sammeln. Damit war dieses Everesting seine im Durchschnitt steilste Strecke.

Außer Staub auf den Bremsen gab es auch aus technischer Sicht keine besonderen Vorkommnisse beim Everesting in Krofdorf-Gleiberg. Rund dreieinhalb Minuten, in der Spitze nur 3:11 Minuten und am Ende rund 3:50 Minuten, brauchte Mauser für eine Runde bergauf und bergab, bevor es an der Wende wieder in den Anstieg ging. Um 17:08 Uhr waren dann 186 Passagen bergauf absolviert und 8.864 Höhenmeter in Mausers Beinen. Und wie es sich für einen Extrem-Radsportler gehört, ging das erfolgreiche Everesting in Mittelhessen dann zu Ende: „Jetzt machen wir die 10.000 Höhenmeter auch noch voll“, verabschiedete er sich mit zwei Sportkameraden auf seine Ehrenrunden in der Abendsonne am Falkenberg. (Text: sd | Foto: Stephan Dietel)

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