Beirig-Brüder fahren eine Stufe höher

FULDA/SCHOTTEN – Die Brüder Leopold und Ferdinand Beirig fahren in der Straßenrad-Saison 2024 eine Stufe höher. Leopold Beirig steigt von der Altersklasse Jugend U17 zu den Junioren U19 auf und Ferdinand Beirig ist der Juniorenklasse entwachsen und jetzt in der U23 unterwegs. Sie haben damit viele neue Herausforderungen vor sich – auf dem Rad, aber auch in der Schule.

Die Brüder Leopold und Ferdinand Beirig leben in Fulda und waren in der Saison 2023 radsportlich mit Rennlizenz im mittelhessischen TGV Schotten zu Hause. Ihr erfolgreicher Weg im Radsport bringt sie jetzt in ihren Altersklassen auf die nächste Stufe, In neuen Teams bringt die neue Saison für die beiden viele neue Möglichkeiten und Herausforderungen.

Zweigleisigkeit aus Schule und Sport

Eine Herausforderung, die sich dabei beiden stellt, aber die sie bereits mit Routine und Bravour bewiesen haben, ist die Zweigleisigkeit in der Ausbildung: Während sie im Radsport von Jahr zu Jahr wachsen, führen sie ihre schulische Laufbahn ebenso zielstrebig fort.

Leopold und Ferdinand Beirig besuchen die gymnasiale Oberstufe des Domgymnasiums in Fulda. Auch wenn der Weg über ein Sportinternat vermutlich der etwas „leichtere“ Weg statt dieser selbstgewählten Zweigleisigkeit gewesen wäre, wählten Sie aufgrund ihrer guten sozialen Vernetzung und des Bewusstseins, dass durch die Gefahren des Sports jederzeit ein Karriereende Realität werden könnte, den Verbleib in der osthessischen Heimat.

Mit Kontinuität und Zeit zur Entwicklung

Großen Anteil an der sportlichen Entwicklung von Leopold und Ferdinand Beirig hat ihr langjähriger Trainer Sascha Wingenfeld, der sich mit den Brüdern und ihrer Familie über den gemeinsamen Weg freut. Durch die langfristige Trainingsausrichtung mit Ausgleichseinheiten im Laufen, Langlauf, Schwimmen und Rumpftraining liege der Focus nicht auf dem schnellen Erfolg, sondern auf kontinuierlicher wachstumsorientierter Entwicklung, sagen die Osthessen unisono. Entsprechend erfolgreich verlief die Saison 2023. So konnte sich Leopold Beirig in der Bundessichtung unter den vier besten Fahrern auf der Straße etablieren und sich mit Einsatz im Talentteam der Deutschlandauswahl den Teamaufgaben stellen. Sein älterer Bruder Ferdinand behauptete seine Teamfähigkeit und sein fahrerisches Können in zahlreichen Nationalmannschafts-Einsätzen mit internationaler Konkurrenz und war ein wichtiger Fahrer in seinem Bundesligateam, dem Team Marco Brenner in Augsburg. Die Berufung in die deutsche Nationalmannschaft für das Jahr 2024 war ein Ergebnis ihrer achtbaren Entwicklung.

Neue Teams, Möglichkeiten und Herausforderungen

Mit der neuen Saison beginnt für beide ein großer Schritt in die jeweils höhere Altersklasse. Für Leopold Beirig als Juniorenfahrer haben die Rennen jetzt eine Länge bis 140 Kilometer, für Ferdinand Beirig als U23-Fahrer können sie bis 180 Kilometer lang sein. Ferdinand Beirig musste altersbedingt sein Team aus Augsburg verlassen. Durch seine Leistungen konnte er sich aber einen der begehrten Plätze in einem KT-Team (Kontinental-Team) sichern. Damit ist er auf der ersten Stufe im Profiradsport unterwegs. Möglich macht das das Passauer Kontinentalteam Santic Wibatech unter der Leitung der erfahrenen Teamchefs Otto Peter, Wieslaw Ciasnocha und Michael Bogner. Sein zwei Jahre jüngerer Bruder Leopold Beirig ersetzt im Team Marco Brenner in Augsburg den frei gewordenen Platz seines Bruders und wird für das Bundesligateam, das dann Team Walter Fensterbau – Marco Brenner heißt, und die Junioren-Nationalmannschaft in die neue Saison starten.

Training, Organisation und Koordination gefragt

In der neuen Saison gilt es für die Beirig-Brüder zahlreiche Termine wie Einsätze im KT- und Bundesligateam und im Team der Nationalmannschaft mit der Schule in Einklang zu bringen. Besonders bei Ferdinand Beirig, da er sich auf die Abiturprüfung 2024 vorbereitet. Mit der Rabanus-Maurus-Schule am Domgymnasium in Fulda, steht den beiden ein auf Leistungssport ausgerichtetes Gymnasium zur Seite. Leopold Beirig wird das Trainingslager seines Teams im Februar ausfallen lassen, da er mit dem Junioren-Nationalkader zwei Wochen zum Training auf Mallorca sein wird. Zwei Trainingslager hätten womöglich zu viel Schulausfall bedeutet.

Beirig-Brüder fahren eine Stufe höher

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Saisonstart Ende März

Im Januar haben die Beirig-Jungs ein zweiwöchiges Training in Calp an der Ostküste Spaniens absolviert, wo Ferdinand Beirig auf einen Großteil seiner KT-Teamkollegen von Santic Wibatech traf. Mit Laurin Gabelica aus Neu Anspach hat er noch einen KT-Fahrer aus Hessen im Team an seiner Seite, der bereits dass zweite Jahr dort fährt und beide kennen sich bereits als Teamkollegen im damaligen Bundesligateam des Hessischen Radfahrerverbandes. Bundesliga- und UCI-Rennen, Rundfahrten im europäischen Ausland und sicherlich auch das Rennen Eschborn-Frankfurt und der Münsterlandgiro dürften Teil der neuen Saison der Beirig-Brüder werden, in der das Abitur für Ferdinand Beirig in diesem Jahr noch hinzukommt. Doch wie sein Bruder Leopold Beirig hat auch er aus den Vorjahren viel Erfahrung, Routine und Erfolg aus der Kombination von Radsport und Schule. Die ersten Renneinsätze im neuen Team und der neuen Altersklasse sollen Ende März erfolgen.

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Er wohnt im Gießener Ortsteil Rödgen und legte im Jahr 2001 mit Erlebnisberichten über selbst gefahrene Radrennen den Grundstein. Mit großem Interesse am Radsport und am Journalismus entwickelt er mit seinem Team die Radsportnachrichten aus Mittelhessen immer weiter.

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