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RSG Gießen Biehler gewinnen Rad-Bundesliga

ZU HAUSE – Das Frauen Bundesliga-Team RSG Gießen Biehler gewann am vergangenen Samstag (16.05.) die Gesamtwertung der virtuellen Rad-Bundesliga (GCA-Liga). Insgesamt fünf Rennen waren dafür zu Hause vor dem Bildschirm zu absolvieren.

Redaktion

Anfang März erfolgte die offizielle Teampräsentation des Bundesliga-Radteams „RSG Gießen Biehler“. Die neunköpfige Frauen-Mannschaft startete hoch motiviert in die Saison. Mit zwei neuen sportlichen Leitern, sowie dem Radsportverein RSG Gießen und Wieseck und Sportbekleidungshersteller Biehler als Hauptsponsoren, stand der Gesamtsieg der Rad-Bundesliga an oberster Stelle. „Als Team zusammen arbeiten und zusammen gewinnen!“, lautete die Kampfansage des sportlichen Leiters Christian Müller. 

Bevor das Team seine wahre Stärke unter Beweis stellen konnte, führte die Corona Pandemie zur Absage aller sportlichen Wettkämpfe. Für die neu formierte Frauenmannschaft ein herber Schicksalsschlag, doch am Ende des Tunnelblicks tauchte plötzlich ein Startbogen auf. Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) reagierte schnell und organisierte im Programm der German Cycling Akademie (GCA) die erste virtuelle Rad-Bundesliga. Auf der Online-Plattform Zwift startete somit am 18. April das erste von insgesamt fünf Rennen der „GCA Liga powered bei Müller – Die lila Logistik“. Für die Teilnahme waren eine gültige Rennlizenz, ein Rollentrainer und Zwift-Account notwendig. 

Die Rennen der virtuellen Rad-Bundesliga

Die Distanzen der einzelnen Rennen lagen durchschnittlich zwischen 40 und 60 Kilometern. Die Strecken wurden immer mittwochs vor den jeweiligen Rennen bekanntgegeben. Der erste Lauf wurde als gemeinsamer Massenstart ausgetragen. Ab dem zweiten Lauf erfolgte ein getrennter Start für Männer und Frauen. Dadurch behielten auch die Zuschauer, die jedes Rennen in einem Livestream verfolgten konnten, einen sortierten Überblick. Für weitere spannende Unterhaltung sorgten Basti Marks und Radprofi Rick Zabel als Kommentatoren. Alle Teilnehmenden befanden sich während der Rennen zu Hause auf ihren Rennmaschinen, dessen Hinterbau auf einem sogenannten Rollentrainer eingespannt wurde. Vor ihnen lief das virtuelle Programm Zwift auf einem Notebook oder TV. Ein Powermeter misst die eigene Leistung in Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Der Wert ist ausschlaggebend um seinen Avatar über die Rennstrecke zu bewegen. Diese Art von Radrennen mag wie ein Computerspiel wirken, doch es herrschen relativ faire Verhältnisse. Sogar das Windschattenfahren wird berücksichtigt. Natürlich sind solche Wettkämpfe kein adäquater Vergleich zu einem realen Rennen. Dennoch war es damit möglich die Rad-Bundesliga als offiziell gewertete Rennserie stattfinden zu lassen. 

RSG Gießen Biehler als Team nicht zu schlagen

An der Rennserie beteiligten sich insgesamt sieben Frauen der RSG Gießen Biehler. Svenja Betz, Bianca Bernhard, Helena Bieber, Anna Giesen, Maxie Rathmann und Diana Steffenhagen bildeten eine feste Einheit aus sechs Fahrerinnen, die jedes einzelne Rennen bestritten. Das Trio um Betz, Bernhard und Bieber konnte sich bei nahezu jedem Rennen konstant in der Top zehn behaupten. Im dritten Lauf beteiligte sich zudem Adelheid Schütz, die das an Alpe d’Huez angelehnte Bergrennen vor Kollegin Svenja Betz auf dem sechsten Platz beendete. Das Team RSG Gießen Biehler führte durch solche Top-Platzierungen seit dem ersten Lauf die Gesamtwertung an. Kein anderes Team konnte sie zwischenzeitlich vom Thron stoßen. Eine Leistung, die am Ende nicht nur mit dem Gesamtsieg der Teamwertung belohnt wurde, sondern auch mit den begeisterten Worten eines Rick Zabel, der in seinen Kommentierungen der Rennen teilweise vollkommen eskalierte. Der Name „die Gießen Biehler Mädels“ war stets Programm.

Gesamtwertung einzel

1. Romy Kasper (rad-net ROSE Team)
2. Tanja Erath (CANYON//SRAM Racing)
3. Kerstin Pöhl (Team BELLE Stahlbau Women)

6. Svenja Betz
10. Bianca Bernhard
13. Helena Bieber
20. Adelheid Schütz
31. Anna Giesen
35. Maxie Rathmann
37. Diana Steffenhagen

Die stärksten Einzelplatzierungen

Einen Podestplatz und somit das stärkste Ergebnis in der Einzelwertung erkämpfte Svenja Betz mit Platz drei des vierten Rennens. Sie reihte sich lediglich hinter den Elite-Fahrerinnen Tanja Erath (CANYON//SRAM Racing) und Romy Kasper (rad-net ROSE Team) ein. Es waren nicht die einzigen Elite-Fahrerinnen, die an der gesamten Rennserie teilnahmen. Auch Elisabeth Brandau nahm an einzelnen Rennen teil. Im dritten Lauf, dem Bergrennen auf die Alpe, wurde Brandau vierte. Auf Platz sechs folgten ihr bereits Adelheid Schütz und Svenja Betz.

(Text: mst | Foto/Grafik: Christian Müller)

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