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Doppelter Defekt vermasselt DM-Zeitfahren

DM Einzelzeitfahren Elite

BAUNATAL/EDERMÜNDE – Hoch spanned war das Rennen um die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren der Elitefahrer: Nicht nur weil Favorit Tony Martin unterwegs falsch abbog, sondern auch das Rennen von Jan-Niklas Droste verlief mit Makeln.

DM Einzelzeitfahren Elite

Nass und mit Defekten: Jan-Niklas Droste im Rennen um die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren. Foto: Dietel

Erwartungsgemäß setzte sich Tony Martin (Omega Pharma-Quick Step) mit 56:22 Minuten auf der 44,4 Kilometer langen Strecke durch, auch wenn er zwischenzeitlich Fragezeichen über seinem möglichen Sieg aufkommen ließ: Martin war nach der ersten von drei Runden auf die Zielgerade eingebogen statt durch die Zwischenzeitnahme in die nächste Runde zu gehen. Doch Martin machte deutlich, dass er nicht umsonst Weltmeister im Einzelzeitfahren ist und hatte schon in der zweiten Runde wieder die Führung inne.

Martins Fehler

Die Gründe für sein Mißgeschick sah Martin in der einsetzenden Dunkelheit und dem Fehlen eines Führungsfahrzeugs. So habe er vor allem seine Zwischenzeit im Blick gehabt und Fahrer die vor ihm bereits in das Ziel steuerten, hätten ihn irritiert. Bereits in der ersten Runde hatte Martin sein Zeitfahrrad tauschen müssen, da Probleme am Steuersatz und der Schaltung aufgetreten waren. Das es trotz dieser zahlreichen Hindernisse zum Titel reichte, freute den Eschborner umso mehr.

Zweiter wurde Nikias Arndt vom Team Giant-Shimano in 57:19 Minuten – die Bronzemedaille ging mit 57:36 Minuten an Lars Teutenberg (FC Lexxi Speedbike).

Doppelter Defekt

Droste zeigte sich mit seinem Rennen gegen die Uhr, das nach 59:28 Minuten auf Platz acht endete, hoch unzufrieden: „Man wartet den ganzen Tag bei schönem Wetter und fährt dann kurz vor neun Uhr im Regen“. Neben der Nässe auf der kurvigen und welligen Strecke machten es ihm auch zwei Defekte schwer, eine zufriedenere Bilanz zu ziehen. So hatten neben Droste auch seine Mechaniker und die im Teamfahrzeug mitfiebernde Mutter ein aufregendes Rennen, das von zwei direkt hintereinander folgenden Kettendefekten unterbrochen wurde. Und einen Zusammenstoß mit einem Fotografen konnte Droste gerade noch verhindern. „Das stand sein Hinterrad ganz schön schräg“, berichtete sein Mechaniker von Drostes abrupter Bremsung, die ebenfalls Zeit gekostet haben dürfte. Für das Titelrennen im Straßenrennen hofft Droste vor allem auf ein defektfreies Rennen über 206,4 Kilometer. (sd/ac/mc)

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