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Lob und Tadel für Premiere der Jedermann-DM

Jedermann-DM in Nidda

NIDDA – Im Rathaus von Nidda wurde heute die Erstauflage der Jedermann-DM in Mittelhessen organisatorisch ausgewertet. Neben dem Dank an zahlreiche Helfer kam auch Verbesserungspotential zur Sprache.

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Heute fand im Niddaer Rathaus das Auswertungsgespräch zur Deutschland-Premiere der 1. Deutschen Meisterschaft Jedermann Straße und der Deutschen Meisterschaften Nachwuchs vom vergangenen Wochenende statt.

Alle Beteiligten, für Nidda Bürgermeister Hans-Peter Seum und Erster Stadtrat Reimund Becker, für Ranstadt Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Hauptsponsor Dr. Alexander Herzog und für den Ausrichter Kai Walter von der WEC GmbH, freuten sich über den sportlich erfolgreichen Verlauf mit rund 1.300 Teilnehmern an drei Renntagen, die Nidda und der gesamten Tourismus-Region Wetterau eine bundesweite mediale Berichterstattung bescherten.

Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum: „Im Namen aller Organisations-Beteiligter möchte ich nochmals allen Helfern aus Nidda, Ranstadt, Dauernheim und allen anderen Stadtteilen danken, ohne die eine solche Großveranstaltung nicht zu stemmen wäre: Den Verwaltungsmitarbeitern, den Streckenposten, den Feuerwehren, der Polizei, dem Heimatmuseum, der Ahmadiyya-Gemeinde und auch allen Zuschauern, die die Sportler an der Strecke angefeuert haben. Wir haben tolle Rückmeldungen von vielen Teilnehmern, die sich schon auf die zweite Jedermann Meisterschaft 2017 hier in Nidda und Umgebung freuen. Die Unannehmlichkeiten insbesondere im Straßenverkehr bedauere ich. Aufgrund einer großen Ölspur mit Startverschiebung am Samstag oder Stürzen musste kurzfristig auch improvisiert werden. Das war dann leider nicht mehr an jeden Autofahrer zu kommunizieren.“

Zweite Auflage geplant

Dass in 2017 eine Wiederholung der Jedermann-Meisterschaft gewollt ist, daran ließen alle Beteiligten keinen Zweifel. Sofort nach der Sommerpause solle eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, um mit den Vorbereitungen zu beginnen. Fest steht schon jetzt, dass das Eventwochenende in 2017 verkürzt werden kann, da der Bund Deutscher Radfahrer die Deutschen Meisterschaften Nachwuchs schon vor der Veranstaltung in Nidda für nächstes Jahr nach Berlin vergeben hat.

Cäcilia Reichert-Dietzel: „Sportlich war die Veranstaltung toll. Am Drumherum kann man sicherlich Vieles optimieren, weil selten bei einer Premiere alles passt. Wir sammeln jetzt weiter alle kritischen Hinweise aus der Bevölkerung, um im nächsten Jahr die Kinderkrankheiten beseitigt zu haben. Ich wünsche mir auch noch eine engere Einbindung unserer Dorfentwickler, der Gewerbevereine und der Gastronomie, damit die Region noch nachhaltiger von einer solchen Großveranstaltung profitiert.“ Kai Walter: „Wir sind sportlich hochzufrieden mit der Premiere der 1. Deutschen Meisterschaft Jedermann Straße in Nidda. Knapp 700 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet haben gezeigt, dass das neue Format vom Bund Deutscher Radfahrer angenommen wird und weiteres Steigerungs-Potential vorhanden ist. Wie fast immer bei einer Premiere, ist technisch nicht alles optimal gelaufen. Für die Einschränkungen durch die Straßen-Sperrungen bitten wir alle Betroffenen nochmals um Verständnis.“

Längerer Vorlauf soll genutzt werden

Niddas Stadtrat Reimund Becker: „Auch mein Dank gilt zuallererst allen zumeist freiwilligen Helfern, die mehrheitlich einen tollen Job gemacht haben. Die Sachen, die nicht optimal gelaufen sind, werden wir hoffentlich in 2017 abgestellt haben. Hinweise können Bürgerinnen und Bürger gerne an uns mailen, damit wir alles berücksichtigen können. Durch einen zeitlich größeren Vorlauf bin ich optimistisch, dass wir in 2017 eine noch attraktivere Jedermann-Meisterschaft erleben werden.“ Dr. Alexander Herzog: „Ich kann nur allergrößten Respekt zollen vor allen Beteiligten, die so toll mitgezogen haben. Die meisten kleineren Gemeinden würden eine derartige Großveranstaltung wahrscheinlich nicht bewältigen können. Das macht Mut für nächstes Jahr, in dem eine zeitliche Straffung im Rennverlauf möglich ist.“

Sportliche Details im Fokus der Teilnehmer

Bleibt zu wünschen, dass man auch an der sportlichen Umsetzung der Meisterschaft weiter feilen möge, denn die Art der Zeitmessung für das Tagesergebnis und die Streckenabsicherung ließen bei einigen Teilnehmern Verbesserungswünsche aufkommen. So soll es an einem Streckenabschnitt durch aufgestellte Pylonen, die von Sportlern regelwidrig umfahren wurden, zu Stürzen gekommen sein, berichteten Teilnehmer gegenüber Radsportnachrichten.com. Und auch die Netto-Zeitnahme, bei der nicht zwangsläufig der erste Fahrer im Ziel, sondern derjenige mit der geringsten Zeit zwischen individuellem Überqueren des Startstrichs und der Ziellinie gewann, irritierte Teilnehmer vereinzelt.

Ein gewisser Pioniergeist geht mit einer Erstauflage bekanntermaßen oft einher und so dürften auch diesmal die Punkte für eine Verbesserung bei einer neuerlichen Auflage leicht auszumachen sein. (pm/sd | Foto: WEC GmbH)

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