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Ronja Köckerling Dritte der Radbundesliga 2015

RSG Placeworkers

COTTBUS – Mit einem packenden Straßenrennen hat sich Ronja Köckerling von der RSG Buchenau mit ihrem Team RSG Placeworkers beim Abschluss der Radbundesliga in Cottbus Platz drei der Gesamteinzelwertung gesichert.

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Mit Platz fünf als Ausgangspunkt in der Gesamteinzelwertung ging Köckerling am Samstag an den Start einer 15 Kilometer langen und gut profilierten Zeitfahrstrecke. Die Uhren blieben für sie bei 21:33 Minuten stehen: Ein starkes Durchschnittstempo von knapp 42 Kilometern in der Stunde.

Dies bedeutete für Köckerling den siebten Platz im Rennen sowie ein Vorrücken in der Gesamteinzelwertung auf Platz vier. Ihre Teamkolleginnen landeten auf Platz 22 (Annika Wohlfahrt, 22:51 Minuten), Platz 23 (Sonja Ludwig, 23:01) und Platz 31 (Lina van Zwieten, 24:10).

Team arbeitet für Platz drei

Beim finalen Straßenrennen am Sonntag richteten die RSG Placeworkers ihren Focus somit klar auf Platz drei der Gesamteinzelwertung für Teamkapitänin Ronja Köckerling. Zwischen Köckerling und der Drittplatzierten, Dorothee Lorch vom Team Racing Students, lagen zu diesem Zeitpunkt 21 Wertungspunkte. Spätestens bei der ersten Sprintabnahme um die Wertung der aktivsten Fahrerin (25 Wertungspunkte) wurde klar, dass auch Lorch versuchte sich durch wertvolle Punkte Luft zur Viertplatzierten zu verschaffen.

Geschlossene Bahnschranke im Finale

Nach rund 40 Kilometern setzte Köckerling sich mit fünf weiteren Fahrerinnen aus dem Hauptfeld ab – Lorch war hierbei nicht vertreten. Köckerlings Teamkolleginnen, die zuvor etliche Attacken gekontert hatten, bremsten nun das Feld und versuchten die Nachführarbeit des Teams Racing Students zu stören. So gelang es, dass die sechsköpfige Spitzengruppe einen sicheren Vorsprung herausfuhr. Auch eine siebenköpfige Verfolgergruppe – in der auch Lorch vertreten war – schaffte es nicht aufzuschließen. 14 Kilometer vor dem Ziel attackierte Romy Kasper (Team Boels-Dolmans) auf einer einen Kilometer langen Kopfsteinpflasterpassage aus der Spitzengruppe. Nur noch zu viert nahm Köckerling mit ihren Mitstreiterinnen die Verfolgung auf. Durch einen komfortablen Zeitvorsprung auf die siebenköpfige Verfolgergruppe schien eine Platzierung unter den Top fünf sicher. Zehn Kilometer vor dem Ziel kam es jedoch zu einer dramatischen Wendung: Wegen einer geschlossenen Bahnschranke konnte die siebenköpfige Verfolgergruppe zur Vierergruppe um Köckerling aufschließen. Einem Einspruch aufgrund des Reglements, das solchen Fällen das Wiederherstellen der vorherigen Zeitabstände vorsieht, wurde später nicht stattgegeben.

Sprintpunkte retten Köckerlings Platzierung

Nach insgesamt 140 Kilometern feierte Kasper mit einem Vorsprung von 1:03 Minuten damit einen Solosieg. Köckerling fuhr im Sprint auf Platz acht und bangte damit noch um ihren dritten Platz in der Gesamteinzelwertung. Jedoch zu unrecht: Durch die in der Spitzengruppe zuvor gewonnen Sprintwertungen erhielt sie die Wertungspunkte der aktivsten Fahrerin. Zudem fuhr Lorch (700 Punkte) an diesem Tag hinter Köckerling auf Platz elf. Das Hauptfeld erreichte erst acht Minuten hinter der Siegerin die Ziellinie. Somit sicherte sich Köckerling (721 Punkte) den dritten Platz der Gesamteinzelwertung nach Hanka Kupfernagel (Team Maxx Solar, 850 Punkte) und der Gesamtsiegerin Beate Zanner (Team Maxx Solar, 1034 Punkte). Die weiteren Fahrerinnen der RSG Placeworkers kamen in der Gesamtwertung auf Platz 23 (Annika Wohlfahrt, 333 Punkte), Platz 34 (Lena Köckerling, 256), Platz 42 (Sonja Ludwig, 208), Platz 43 (Lina van Zwieten 205) und auf Platz 72 (Sonja Ambühl). Damit schloss die 2012 gegründete Gießener Radbundesliga-Mannschaft eine weitere erfolgreiche Saison ab, in der sie sich weiter im Bundesligafeld etablieren konnte.

Victor Brück und Tim Becker von der RSG Gießen und Wieseck erreichten im Trikot des Team GF-Pro Fachklinik Dr. Herzog die Plätze 56 und 101 in der abschließenden Gesamteinzelwertung und Rang zehn mit dem Team. (pm/sd | Foto: Schulz)

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