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Saisonabschluss mit Bahnrad-WM der Masters

GIESSEN – Eine ereignisreiche Woche zum Saisonabschluss hatte kürzlich Axel Goers von der RSG Gießen und Wieseck bei der Bahnrad-WM der Masters in Manchester. Und auch Erinnerungen an sein schmerzliches Rennen im Jahr 2016 fuhren mit.

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Axel Goers ist der Bahnrad-Spezialist im Team der Radsportgemeinschaft Gießen und Wieseck. Im Jahr 2016 war Goers bereits in Manchester gestartet – ein Sturz hatte die WM damals aber unsanft für ihn enden lassen. Nach zwei Jahren in Los Angeles kehrte die Masters-WM jetzt nach Manchester zurück und mit ihr der Wiesecker Axel Goers.

Am ersten Wettkampftag stand das 500-Meter-Zeitfahren auf dem Plan. „Da mir direkt beim Start aus der Maschine das Visier vom Helm verrutscht ist und ich nur noch zwei Meter weit sehen konnte war auch keine gute Zeit für mich drin“, schilderte Goers und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Davon abgesehen sahen die Mitbewerber alle aus wie Schwarzenegger auf dem Bahnrad“.

Am zweiten Tag seiner Wettbewerbe ging es für Goers um die 2.000 Meter Einerverfolgung (Pursuit). „Die acht Runden gingen schon ein wenig besser. Ich hatte nur einen kleinen Einbruch in Runde sechs“, sagte Goers, der zwischenzeitleich auf Rang 15 lag. Am Ende sprang Platz 31 für ihn heraus. Im Laufe des Wettkampfs fiel auch die Masters-World-Best-Time mit 2:14,095 Minuten, gefahren von dem Briten Antony Wallis.

Am dritten Tag der Masters-WM stand dann die Qualifikation für das Scratch Race an. „Die Erkältung der letzten Woche war endlich abgeklungen und beim morgendlichen Warmfahren auf der Bahn fühlte ich mit fit“, erinnert sich Goers. Er hatte einen guten Start und konnte sich ständig unter den ersten acht Fahrern aufhalten. Weiter hinten, eingebaut zwischen seinen Mitstreitern, lief es im Finale dann nicht optimal und Goers hatte bange Minuten, ob er sich mit dem Zieleinlauf für das Finale qualifizieren konnte – denn das sollten nur die ersten zwölf Fahrer des Einlaufs erreichen. Gegen Mittag folgte dann die Gewissheit: Goers hatte es nicht ins Finale geschafft, seinen Humor aber dennoch nicht verloren: „Dann gab’s halt Mittagessen in der Bahn-Kantine und danach Sightseeing in der Innenstadt“. „Beim Punkterennen hieß es dann 60 Runden zu beißen, als ob nur zehn gefahren würden“, schilderte Goers das abschließende Punktefahren, bei dem sechs Wertungen ausgefahren wurden und die letzte Wertung doppelt zählte. Goers: „Glücklicherweise wurde mir der Startplatz direkt hinter einem ehemaligen Europameister zugewiesen und ich wusste, an wen ich mich halten musste“.

Auf der Bahn in seinem Element: Axel Goers von der RSG Gießen und Wieseck bei der Masters-WM in Manchester. Foto: Corina Wallenfels

Nach der dritten Wertung schafften es dann vier Fahrer sich abzusetzen und der Europameister aus Frankreich war mit dabei. „Bis ich freien Weg hatte dauerte es ein bisschen und ich konnte nachsetzen und dem Feld entkommen. Bis zu den Vieren da vorne waren es maximal 75 Meter, das sollte klappen. Wie es manchmal so ist, können aber auch 75 Meter ganz schön lang sein“, gab Goers zu Protokoll. Nach der vierten Wertung, die er als Fünfter durchfuhr („bringt nicht wirklich was, da die Vier da vorne die Punkte kassieren“) seien ihm dann „ziemlich schnell die Lichter ausgegangen“. Seine halbe Runde Vorsprung sei dann „geschmolzen wie der Resturlaub am Jahresende“, behielt Goers seine gute Laune. Heraus kam ein 21. Platz. Vor drei Jahren sei es insgesamt besser gelaufen, aber dafür, dass ihm in der Vorwoche eine Erkältung sehr zugesetzt hatte sei das Abschneiden ganz in Ordnung und „schließlich auch ein schönes Erlebnis, das diesmal ohne Sturz und Knochenbrüche endete“. (Text: sd/ag | Titelfoto: Corina Wallenfels)

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