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Tourenbegleiter tagten in Rockenberg

Radtourenfahrt

ROCKENBERG – Zu ihrer jährlichen Tagung und Weiterbildung trafen sich 33 offizielle Tourenbegleiter des Bund Deutscher Radfahrer dieser Tage in Rockenberg und gaben dabei einen Einblick in ihre Arbeit und deren Bedeutung.

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Radtourenfahrt

Ausfahrt unter bestimmten Bedingungen: Organisierte Tourenfahrten finden großen Zuspruch und erfordern die Beachtung einiger Regeln, deren Einhaltung von Tourenbegleitern bewertet wird. Archivfoto: Rinn

Bei organisierten Radtourenfahrten (RTF) auf der Straße oder Countrytourenfahrten (CTF) auf Wald- und Wiesenwegen sind die offiziellen Tourenbegleiter des Bund Deutscher Radfahrer eine feste Institution und durch spezielle Radtrikots auch als solche zu erkennen.

106 von Vereinen organisierte Ausfahrten auf der Straße oder im Gelände sind für das Sportjahr 2015 geplant. Die Symbiose aus Kontrolle und dem Drang nach ungezügelter Freizeitgestaltung läge dabei häufig auch in den Händen der Tourenbegleiter, war den Worten der Tagungsteilnehmer in Rockenberg vielfach zu entnehmen. In Hessen erfreue man sich eines vereinfachten Genehmigungsprozesses für Radtourenfahrten, das jedoch den Einsatz von Tourenbegleitern erfordere, um auch künftig Bestand zu haben, schilderte der Pohlheimer Wolfgang Rinn. „Zu unseren Aufgaben zählt die Kontrolle und Überwachung der angemeldeten Veranstaltungen. Die Tätigkeit wird ehrenamtlich erledigt, lediglich von der Startgebühr ist der eingeteilte Fahrer befreit.“, so Rinn weiter.

Auswertung als Anregung

Anhand eines Kontrollbogens prüfen er und seine Kollegen den gesamten Ablauf der Veranstaltung. Bewertet werden dabei die Strecke, deren Profil, Anspruch und die Qualität der Ausschilderung. Die Einrichtung von Verpflegungsstellen auf der Strecke und die Arbeit der eingesetzten Helfer sind ebenfalls Teil des langen Kontrollbogens, der am Ende dem Veranstalter übergeben wird. Das Resultat sei auch als Anregung für kommende Veranstaltungen zu sehen.

„Wird dem hessischen Breitensport diese Art der Selbstkontrolle entzogen, würden viele Veranstaltungen sterben.“, ist sich Tourenbegleiter Wolfgang Rinn sicher. Immer wieder würden Teilnehmer der Tourenfahrten auf das Tragen der ausgehändigten Rückennummer verzichten oder rote Ampeln überfahren. Auch hier kommen die Tourenbegleiter zum Einsatz und leisten Aufklärungsarbeit, dass beispielsweise das sichtbare Tragen einer Rückennummer die Grundvoraussetzung zur Genehmigungsbefreiung sei. „Das gilt bei jedem kommerziell betriebenen Marathon als selbstverständlich – beim Tourenfahren muss noch immer Pionierarbeit geleistet werden.“, wundert sich Rinn. Dass die sensible Ansprache der Veranstaltungsteilnehmer nicht immer fruchtet oder mitunter in Streit umschlägt, war ebenfalls dem Austausch der Tourenbegleiter während ihrer Tagung zu entnehmen. Verstöße gehörten insgesamt jedoch der Minderheit an. Die meisten Teilnehmer würden das Regelwerk sehr gut annehmen, so dass sich auch auch die 33 hessischen Tourenbegleiter auf das Sportjahr 2015 freuten. (wr/sd)

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