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Zehn zum Zehnten (14): Etwas für jeden Hintern

Foto: Sebastian Hofer (pd-f.de)

GIESSEN – Das Gesäß ist einer von nur drei Kontaktpunkten zwischen Mensch und Rad. Dem Sattel kommt darum eine wichtige Rolle zu. In unserem Format „Zehn zum Zehnten“ in Zusammenarbeit mit dem pressedienst-fahrrad zeigen wir zehn Modelle für unterschiedliche Einsatzzwecke.

1. Für E-Biker

Basierend auf einer gemeinsamen Studie mit der BMW-Tochter Designworks entwickelte Selle Royal den „E-Zone“ (89,90 Euro), den ersten speziellen Sattel für E-Biker. Ein Plus an Komfort und Sicherheit standen dabei im Mittelpunkt. Der Sattel hat eine kurze Nase und ein längeres, stark hochgezogenes Hinterteil sowie kräftige Flügel. Dadurch soll ein stabiler Sitz gerade beim Beschleunigen gewährleistet werden. Ein weiteres praktisches Highlight: Ein integrierter Griff an der Rückseite erleichtert das Heben und Versetzen des E-Bikes.

2. Für Hipster

Beim „Tattoo“ von Selle Royal handelt es sich um ein modulares Sattelsystem, mit dem der Radfahrer seinen Sattel auf den persönlichen Style abstimmen kann. Das Unterteil (40 Euro) wird am Rad befestigt, die Satteloberschale ist austauschbar. Je nach Bedarf kommen verschiedene Farben und Designs (ab 35 Euro) zum Einsatz – passend zum Fahrrad und/oder dem persönlichen Outfit. Ein zusätzlicher Nutzen: Die entfernte Sattelschale ist nicht mehr äußeren Einflüssen wie Wetter, Diebstahl oder Vandalismus ausgesetzt.

3. Für Mountainbiker

Tom Ritchey gilt als einer der Väter des Mountainbikes. Bis heute beschäftigt ihn der Sport und er erforscht stetig neue Lösungen. Mit dem Ritchey „WCS Contrail Vector Evo“ (149 Euro) entwickelte er einen leichten MTB-Sattel mit carbonverstärkter Nylon-Sitzschale. Durch einen schmaleren Mittelbereich sollen die Oberschenkel mehr Freiheit bekommen; für eine Reduktion der Sitzbeschwerden sorgt ein tiefer Sitzkanal über die volle Länge des Sattels. Um eine individuell passende Sattelstellung zu ermöglicht, ist der Sattel ist nur mit der passenden Sattelstütze von Ritchey kompatibel.

4. Für Individualisten

Den individuellen, ergonomisch korrekten Sitz ermöglicht die Sattelreihe „Scientia“ von Selle Royal (ab 79,90 Euro). Basierend auf wissenschaftlichen Studien der Sportuniversität Köln können Radfahrer anhand ihrer Sitzposition (aufrecht, moderat, athletisch) und ihres Sitzknochenabstandes selbstständig den ergonomisch passenden Sattel aus neun Modellen finden. Für eine komfortable Fahrt verfügen alle Sättel über ein federndes Gestell sowie eine druckverteilende Gel-Decke.

5. Für Rennradfahrer

Gewicht und Formschluss stehen für Rennradfahrer im Mittelpunkt. Sie brauchen deshalb einen schmalen Sattel, der eine sportlich-aerodynamische Sitzposition ermöglicht. Ein hochwertiges Beispiel ist der „Zero C3 CPC PAS“ von Prologo (439,95 Euro), der durch eine flache Form glänzt. Ein Microfaserüberzug auf der Oberschale sorgt wie eine Art Griptape dafür, dass der Rennradfahrer selbst in aerodynamischer Position nicht vom Sattel rutscht. Ein ergonomischer Schalenkanal soll Belastungsspitzen im Becken- und Schrittbereich minimieren und so Taubheitsgefühle verhindern. Wenn‘s dem Hintern gut tut, darf es auch gerne mehr kosten.

Der Sattel ist der entscheidende Kontaktpunkt zwischen Rad und Mensch und deshalb wichtig für Sitz- und Fahrkomfort: Die Suche nach „dem Richtigen“ kann lange währen – oder durch unsere Tipps auch schnell gehen. Foto: www.selleroyal.com (pd-f.de)

6. Für Lederfans

Reise- und Langstreckenradler schwören auf Kernledersättel wie den Klassiker „B17“ von Brooks (110 Euro). Diese Sättel erscheinen am Anfang etwas unbequem und müssen zuerst über einige Kilometer „eingeritten“ werden. Nach und nach passt sich die Form der individuellen Anatomie an – was zu einem erhöhten Fahrkomfort führt. Allerdings muss der Ledersattel regelmäßig gepflegt sowie ab und an nachgespannt werden. Bei guter Pflege überleben Kernledersättel dann allerdings auch einmal das Fahrrad.

7. Für Tourenfahrer

Auf langen und kurzen Touren setzt so mancher Fahrer auf zusätzliche Entlastung. Das dachten sich auch die Produktentwickler von Selle Royal und haben dem Sattel „Forum“ (39,90 Euro) ein Loch in der Mitte verpasst. Dadurch wird der Druck an den Kontaktpunkten um bis zu 40 Prozent gemindert. In der Folge erhöht sich die Blutzirkulation, Taubheitsgefühle und Schmerzen werden minimiert. Für manch einen Tourenfahrer eine Wohltat, die nicht viel kostet.

8. Für City-Cruiser

Um in der Stadt den Überblick zu bewahren, kann man Räder mit aufrechter Sitzposition wählen. Bei Citybikes ist das oft der Fall – und meistens auch beim Cruiser. So trägt der Sattel aber mehr Gewicht – und sollte darauf angepasst sein. Der „SA2“ von Voxom (34,95 Euro) kommt durch einen breiteren Aufbau diesem Sitztyp entgegen. Zusätzliche Polsterungen an den Kontaktpunkten erhöhen den Sitzkomfort.

9. Für Hüpfer

Slopestyler und Dirt-Jumper nutzen ihren Sattel nicht zum Sitzen, sondern Klemmen ihn zur besseren Radkontrolle zwischen die Beine. Dafür verfügen die Sättel über eine breitere und dickere Sattelnase sowie erhöhten Grip an den Seiten. Die verstärkte Polsterung dient in erster Linie als Schutz vor Verletzungen. Ein Beispiel ist der „Apollo“ von SDG (49,90 Euro), der in Zusammenarbeit mit Profifahrern entwickelt wurde.

10. Für Entspannte

Garantiert keine Druckstellen am Po macht der Schalensitz „Body Link“ von HP Velotechnik (379,00 Euro). Er ist nämlich für Liegeräder gemacht und der natürlichen S-Form der Wirbelsäule für ergonomischen Komfort angepasst. Die Kombination aus anatomisch geformter Sitzschale und einer sanft gewölbten Rückenlehne gibt dem Fahrer eine angenehme, großflächige Unterstützung. Der Sitz aus faserverstärktem Kunststoff lässt sich stufenlos auf die gewünschte Sitzposition einstellen. Das Design ist als Musterstück beim Deutschen Patentamt geschützt. (pdf | Fotos: Sebastian Hofer/www.selleroyal.com (pd-f.de))

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