City Rennen mit späten Wendepunkten

LIMBURG – Das Limburger City Rennen fand bereits zum 30. Mal statt, doch in diesem Jahr war es als Abendrennen nochmal eine Premiere und damit ein kleiner Geheimtipp. Es war aber auch eine Lehrstunde in Rennsport-Regelkunde und es lehrte eine Rennsport-Weisheit schmerzlich.

„Das Rennen ist erst auf dem Zielstrich zu Ende“, sagt man im Radrennsport. Wer diese Weisheit noch nicht kannte, sollte beim Limburger City Rennen einige Beispiele dafür finden.

Es war ein besonderes Rennen, das in Limburg im Rennkalender stand. Es war die 30. Austragung des Rundstrecken- und Kriteriumrennens des RSV Nassovia Limburg. Zu diesem feierlichen Anlass und auf Empfehlung der Stadt wurde das Rennen auf einen Samstag verlegt und begonnen, als die Geschäfte in der Innenstadt schlossen. Besucherinnen und Besucher fanden an der Hospitalstraße, der ansteigenden Start- und Zielgerade, jede Menge Sitzgelegenheiten und Verpflegung für einen interessanten Abend mit Radrennsport. Und wer auf die Startzeiten achtete, konnte erkennen, dass das letzte Rennen ins Dunkel führen würde und damit eine besondere Atmosphäre versprach.

YouTube-Video | 09:26 Minuten: 30. Limburger City Rennen | Grafik: Jan Heilenz, Bericht: Stephan Dietel.
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Den Anfang machten zwei Fette-Reifen-Rennen für die jüngsten Teilnehmenden ohne Rennlizenz, darunter auch Rennsport-Nachwuchs des RSV Nassovia Limburg, der sich mit drei Trainern und regelmäßigen Trainingsterminen um die Nachwuchsförderung kümmert.

Daniel Novak dominiert Rundstreckenrennen

Ohne Rennlizenz waren auch 25 Hobbyfahrer in der Rennklasse 16 Jahre und älter unterwegs. Sie zeigten den Zuschauenden dann schon mal, was auf dem 800 Meter langen Rundkurs möglich ist. Ein früher Vorstoß beispielsweise, wie ihn Olaf Porwol vom RSV Nassovia Limburg schon kurz nach dem Start zeigte. Er war bei seinem Heimrennen nicht nur motiviert, sondern auch in guter Verfassung. Das musste auch der Werdorfer Daniel Novak vom Team Strassacker feststellen. Er erkannte Porwols wachsenden Vorsprung und sprang ihm noch hinterher, ehe er auf und davon war. Sie spulten ihr Pensum von 30 Runden gemeinsam ab. Novak ging als erster in die ansteigende Zielgerade und gewann mit einer knappen Radlänge Vorsprung. Der strahlende Mittelhesse im türkis-schwarzen Trikot stand eingerahmt von den orange-blauen Limburger Trikots, die der zweitplatzierte Olaf Porwol und Lars Götzler auf Platz drei auf das Podium brachten.


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Fotostrecke: Rennen der Hobbyklasse. Start 19:30 Uhr. Fotos: Matthias Steinberger


Fischer im Alleingang

Das Ausrichter-Trikot durch sein Rennen ganz oben, in die Mitte des Treppchens zu bringen, hatte sich Robin Fischer für das Kriteriumrennen der Elite Amateure und Amateure der Männer zum Ziel gesetzt. Sich mit einer Gruppe abzusetzen sei das Ziel, sagte Fischer im Gespräch mit Radsportnachrichten.com. Er konnte es nach dem Start entweder nicht abwarten, oder er fand keinen geeigneten Begleiter, denn Fischer legte direkt alleine eine Tempoverschärfung hin. Die machte ihn zunächst zu einem Ausreißer, der – so dachten manche zunächst – sich schnell einen ersten Punktesprint sichern wollte. Denn die Gesamtpunktzahlen soll in diesem Abendrennen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wenig später zeigte sich, dass bei diesem Rennen nicht nur schnelle Beine und etwas Mathematik nötig waren. Es sollte eine Lehrstunde tiefgreifender Rennsport-Regelkunde werden, die über Freud‘ oder Leid entschied.

Doch zunächst lag Robin Fischer immer noch in Führung. Er war inzwischen zu einem sicheren Solisten an der Spitze geworden, der bei einem Vorsprung von rund einer halben Minute, die fast einer halben Runde entsprach, vorne fleißig Punkte sammelte. Zuschauende und Streckenposten freuten sich über das heimische Trikot in Führung des Rennens, auf den Schultern von Robin Fischer, der seit seinen Anfängen als Jugendfahrer beim RSV Nassovia Limburg fährt.


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Fotostrecke: Rennen der Amateure u. Elite Amateure. Start 20:30 Uhr. Fotos: Matthias Steinberger


Bangen um Punktepolster

Einige dürften bereits daran gedacht haben, den 28-jährigen Robin Fischer nach 80 Runden bei der 30. Auflage seines Heimrennens jubeln zu sehen – vielleicht ging es auch ihm selbst so. Doch Fischer dürfte gespürt haben, dass seine Kräfte als ewiger Solist langsam aufgebraucht waren. Er kam nicht mehr über 30 Sekunden Vorsprung heraus und fiel etwas zurück. Als er für seine Verfolger auf den einsehbaren Abschnitten der Strecke in Sichtweite kam, war es um seine Flucht geschehen. Er wurde eingeholt. Dass dann drei Fahrer ausrissen, die bis dato keine Punkte geholt hatten, schien für Lokalmatador Robin Fischer, mit dickem Punktepolster, ungefährlich zu sein. Streckensprecher John Mewes vermittelte fortan noch mehr Details des Regelwerks für dieses Rennen um Wertungspunkte. Dass ein Rundengewinn einen Sieg nach Punkten übertrumpfen könnte, wurde wenigen Minuten später live erlebbar: Die drei Mann an der Spitze waren so schnell unterwegs, dass sie das Fahrerfeld binnen dreier Runden überrundeten und damit Robin Fischer vom virtuellen Podestplatz stießen. Der Zieleinlauf fiel dann etwas verhalten aus, denn es musste ausgewertet werden, ehe gejubelt werden durfte. Frank Lütters vom RV Blitz Spich/Team Kern-Haus durchbrach dann die Stille im Ziel, als ihm der Sieg verkündet wurde. An seiner Seite freuten sich Michael Gannopolskij (RV Blitz Oberbexbach/Team Möbel Ehrmann) und Jacob Liebs (VC Frankfurt 1883/Team SUPERCIAO) auf dem Podium der Elite Amateure. Dass es auch eine separate Siegerehrung für die Amateure gab, freute Maximilian Lohmaier (RSV Marburg) und noch viel mehr gefiel ihm, dass er hinter Sieger Erik Danner (RadTeam DANNER) und Matthias Lauer (RSC St. Ingbert/Wheelsports-Metropol Racing) noch auf Platz drei stand.

Begeisterung beim Publikum durch bärenstarken Auftritt

Gar nicht zum Freuen zumute war Robin Fischer. Er hatte alles gegeben für den Sieg bei seinem Heimrennen. Doch auch das ist, wie die Radsport-Weisheit sagt, erst auf dem Zielstrich zu Ende. Die Gewissheit, vor heimischem Publikum ein bärenstarkes Rennen gezeigt zu haben und die Schilderung der Begeisterung, die ihm dafür an der Strecke entgegengebracht wurde, ließ ihn dann wieder etwas lächeln. Und es war ohnehin schon sehr dunkel geworden auf der Strecke, denn kleine Verzögerungen bei den Starts der Rennen, ließen diesen besonderen Renntag dann eine halbe Stunde später, und damit deutlich dunkler enden, als geplant. Mit so viel Spannung und Atmosphäre, macht dieses besondere Rennen in Mittelhessen Lust auf eine Wiederholung. Und für Robin Fischer würde die nächste Chance winken, die offene Rechnung mit seinem Heimrennen abzuschließen.

Video vom Rennen

Impressionen, Emotionen und Atmosphäre findet ihr in unserem YouTube-Video.

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Profilfoto Stephan Dietel Radsportnachrichten
Stephan Dietel
Gründer | Redaktionsleitung | CvD | Ressortleitung Straße | Leitung Multimediaredaktion | sd@radsportnachrichten.com

Er wohnt im Gießener Ortsteil Rödgen und legte im Jahr 2001 mit Erlebnisberichten über selbst gefahrene Radrennen den Grundstein. Mit großem Interesse am Radsport und am Journalismus entwickelt er mit seinem Team die Radsportnachrichten aus Mittelhessen immer weiter.

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Matthias Steinberger
Stv. Redaktionsleitung | Leitung Fotoredaktion | Ressortleitung Mountainbike, Radreise, Technik | Formatchef "Wohin am Wochenende" | mst@radsportnachrichten.com

Wohnt in Gießen, treibt seit dem Jahr 2018 das Ressort Mountainbike voran und ist Erfinder und Leiter des Formats "Wohin am Wochenende". Als Stv. Redaktionsleiter ist er eine Säule der Redaktion und zählt zum Inventar. Seine Wurzeln liegen im XC-Sport und führten durch mehrere Stationen. Der noch immer aktive Ausdauersportler ist keineswegs festgefahren. In unserer Redaktion stürzt er sich voller Begeisterung in die Welt des Radsports.

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