Straße: Melsungener Kevin Vogel beginnt international

MELSUNGEN – So früh wie bisher noch nie startete diesmal der Top-Mann des Regio-Teams der MT Melsungen, Kevin Vogel, in die Radsportsaison 2018 und beweist eine achtbare Frühform.

Der amtierende Hessenmeister hat bei der Mehretappenfahrt „Tour des Zibans“ in Algerien, einem UCI-Rennen der Klasse 2.2. die Saison 2018 begonnen. Dabei sorgte der 28-jährige Ahnataler gleich auf den beiden ersten Etappen für Furore und war jeweils lange in Ausreißergruppen vertreten. Beim Sprint auf der zweiten Etappe wurde er in aussichtsreicher Position liegend durch einen Sturz direkt vor ihm ausgebremst, konnte mit seinem 15. Platz sich aber immerhin erste UCI-Punkte sichern.

Die erste Etappe auf dem afrikanischen Kontinent mitten im europäischen Winter hatte es mit 200 Kilometern bei heißen Temperaturen gleich in sich. Vogel gehörte zu einer 15 Fahrer starken Gruppe, die sich früh vom Feld absetzte. Auch auf der zweiten Etappe war er wieder einer der aktivsten Fahrer. Wieder wurde die Spitzengruppe mit ihm gestellt. „Im Sprint hatte ich eine gute Position“ so Vogel. „Aber als es genau vor mir zum Sturz kam, ich musste hart in die ‚Eisen‘ gehen, schade!“ Rang 15, 13 und 8 bei den einzelnen Etappen brachten ihm am Ende in der Gesamtwertung den zwölften Platz ein. „Eigentlich war es gar nicht mein Ziel, hier ganz vorne mitzumischen. Ich habe die Rundfahrt eher als eine Möglichkeit angesehen, meine Form für die ersten Rennen in Deutschland, die im März beginnen, aufzubauen. Aber nach diesen Ergebnissen bin ich natürlich noch motivierter und hoffe wieder auf eine gute Saison“, so Vogel.

Vogel: „Momentan ein schönes Bild“

Aktuell steht er knapp hinter den Weltklassesprintern André Greipel, John Degenkolb und Niklas Arndt in der Rangliste der deutschen Elitefahrer. „Cool, so weit vorn zu liegen zu Anfang der Saison. Um mich herum nur Spitzenprofis“, sagt Vogel nicht ganz ohne Stolz. „Momentan ein schönes Bild, das sich natürlich noch ändern wird, wenn die Saison richtig anläuft.“ Klar, die Profis werden dann ihre Punkte sammeln. Die fahren für Vogel „in einer anderen Liga“. Aber auch der lupenreine Amateur Vogel, der in der Endabrechnung 2017 zu den Top 50 gehörte und einer der stärksten Amateurradsportler Deutschlands ist, hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen.

Ziele hat er genug, vor allem will er wieder viele Siege und Podiumsplatzierungen erringen. Beim Interstuhlcup, den er 2016 gewann, ist er auch in diesem Jahr einer der Favoriten und natürlich will er seinen Hessenmeistertitel verteidigen. Zuzutrauen ist es ihm, nachdem er gezeigt hat, in welcher Frühform er bereits ist. (dv)

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